Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Musiker aus der Ostschweiz und Weinfelder Tänzerinnen verschmelzen für den Wettbewerb

Für denWettbewerb «crossing the winds» spannen Tänzer der Weinfelder Musikschule und die Liberty Brass Band Junior zusammen.
Sabrina Bächi
Ein Bläser aus der Liberty Brass Band Junior spielt mit einer Tänzerin eine Liebesgeschichte wie bei Romeo und Julia nach. (Bild: PD)

Ein Bläser aus der Liberty Brass Band Junior spielt mit einer Tänzerin eine Liebesgeschichte wie bei Romeo und Julia nach. (Bild: PD)

«Es ist ein bisschen wie bei Romeo und Julia», sagt Christoph Luchsinger, Dirigent der Liberty Brass Band Junior. «Es treffen zwei Gruppen aufeinander, die nichts gemeinsam haben. Zwei aus diesen Gruppen verlieben sich und schliesslich merken alle, dass es gemeinsam viel besser geht, als gegeneinander.» Ein bisschen Shakespeare, ein bisschen aus dem Leben gegriffen, findet Luchsinger.

Denn für sein neustes Projekt hat er zwei Gruppen zusammengeführt, die normalerweise nicht viel gemeinsam haben: Jugendliche, die Blasmusik spielen aber selten tanzen, und Tänzerinnen, die selten Blasmusik hören. Der Grund dieser Zusammenarbeit: Ein Wettbewerb.

«Wir wurden angeschrieben, uns für einen Wettbewerb in Feldkirch anzumelden, der ein völlig neues Konzerterlebnis zum Ziel hat.»

Es gehe nicht darum, ausschliesslich steif auf der Bühne zu sitzen und möglichst perfekt zu spielen, sondern dem Publikum die Welt der Blasmusik auf eine völlig neue Art zu vermitteln. «Es gibt gewisse Leitplanken, etwa die Dauer des Vortrags, an die man sich halten muss. Ansonsten ist Kreativität gefragt», sagt er.

Wettbewerbsteilnahme dank Bewerbungsvideo

Schon länger wollte Luchsinger ein Projekt mit Tänzern durchführen. Deshalb hat er die Chance gepackt und bei der Musikschule Weinfelden, die eine grosse Tanzabteilung hat, angefragt. Im Herbst vor einem Jahr startete das Projekt mit ersten Treffen und dem Schreiben eines Drehbuchs.

Ein Bewerbungsvideo wurde gedreht, die Zusage kam und alles nahm seinen Lauf – bis die Tanzlehrerin wegen eines Jobangebots kurzfristig absagte. «Einen Monat lag das Projekt brach, bis klar war, wer die Leitung übernimmt», sagt der Dirigent.

Musiker tanzen doch nicht

Mit Naomi Schwarz konnte ein Ersatz gefunden werden. Allerdings mussten im Programm Änderungen vorgenommen werden. Die ursprüngliche Idee, dass die Musiker vielleicht auch tanzen, wurde verworfen. «Sie bewegen sich, das reicht», sagt Schwarz und lächelt.

Obwohl die Organisation schwieriger und die gemeinsam geplanten Proben weniger wurden als gedacht, haben die beiden Leiter mit ihren Gruppen eine tolle Choreografie auf die Beine gestellt. Naomi Schwarz sagt:

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Endprodukt.»

Grosse Freiheiten mit der Choreografie

Damit sie sich auf der Bühne mitbewegen können, müssen die Bläser vieles auswendig spielen. «Ich habe für die Choreografie viel Freiheiten gelassen, das bedingt aber auch, dass man einiges Umplanen muss», sagt Schwarz. Die ganze Liebesgeschichte kommt ohne Worte aus. Auch keine Bilder werden gezeigt. Sie lebt von der Symbiose aus Musik und Bewegung.

«Die Bläser interagieren mit den Tänzern auf der Bühne», erklärt Christoph Luchsinger. Beide Leiter zeigen sich begeistert vom Einsatz der Jugendlichen. 14 Tänzerinnen im Alter zwischen 13 und 16 Jahre, sowie 38 Bläser zwischen 13 und 22 Jahren werden am kommenden Samstag in Feldkirch auf der Bühne stehen und ihr bestes geben.

Am Freitag, den 13. September, zeigen die beiden Formationen ihr Stück im Thurgauerhof in Weinfelden. Der Eintritt ist gratis, es gibt eine Kollekte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.