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Musik im Alter ist kein Problem in Weinfelden

Am Samstag lädt die Musikschule zum Erlebnisnachmittag für das Musizieren 50plus ein. Mit dem schweizweit einzigartigen Gesamtkonzept will Schulleiter Andreas Schweizer ältere Personen zur Musik bringen.
Sabrina Bächi
Andreas Schweizer und Christiane Dick setzen auf Musizieren in der zweiten Lebenshälfte. (Bild: Andrea Stalder)

Andreas Schweizer und Christiane Dick setzen auf Musizieren in der zweiten Lebenshälfte. (Bild: Andrea Stalder)

Musik hält Geist und Körper jung.

Getreu diesem Motto setzt Andreas Schweizer, Leiter der Musikschule Weinfelden, auf das Musizieren für über 50-Jährige. Mit Christiane Dick hat er sich eine erfahrene Musikerin in der Erwachsenenbildung nach Weinfelden geholt. Dick wird die neue Abteilung leiten.

Es ist schweizweit das erste Gesamtkonzept, dass speziell auf das Musikerlebnis von Personen 50plus abzielt. Im Angebot stehen Beratungen, Einzel- und Ensembleunterricht. Es gibt Schnupperstunden und Workshops oder Familienmusizieren. «Wir passen uns mit dem Konzept der demografischen Entwicklung an», sagt Andreas Schweizer.

Die Gründe, weshalb auch Erwachsene noch ein Musikinstrument erlernen sollen, sind vielfältig. «Musik ist gut für die geistige und körperliche Fitness», betont der Musikschulleiter. Zur Gesundheit gehöre schliesslich nicht nur der Körper, sondern auch das Herz, findet er. Aber auch der soziale Aspekt sei nicht zu unterschätzen beim regelmässigen Musizieren in Gruppen.

Niemand ist zu alt

Christiane Dick ist überzeugt: «Niemand ist zu alt, um Musik zu machen.» Es sei einfach eine Frage der Organisation. Wichtig ist deshalb die Beratung vorab. Herausfinden, wohin die musikalische Reise gehen soll, das ist Christiane Dicks Aufgabe.

«Ich arbeite sehr gerne mit Erwachsenen, sie sind oft motivierter als Kinder, weil sie sich selbst etwas Gutes tun wollen oder einen lange gehegten Wunsch erst im Alter erfüllen können»,

Doch auch die Musiklehrer müssen speziell ausgebildet werden. Denn Erwachsene über 50 Jahren bräuchten einen anderen Unterricht als Kinder. «Der Unterricht ist viel individueller, man muss sich auf das Tempo der Person einlassen und geduldig sein.» Zudem müsse man auf die körperlichen Probleme des erwachsenen Schülers eingehen. Einschränkungen, körperliche wie geistige seien kein Hindernis ein Instrument zu erlernen. Ein «geht nicht» lässt sie nicht gelten. «Ich sage dann immer, wir probieren es aus», sagt Dick.

Am Erlebnistag vom kommenden Samstag in der Weinfelder Musikschule, will Schulleiter Schweizer herausfinden, ob das Angebot auf Resonanz stösst. Dick ist überzeugt davon, denn sie weiss, dass viele Erwachsene sich endlich den Wunsch erfüllen wollen und das Spiel auf dem heiss geliebten Cello, einer lieblichen Flöte oder dem beeindruckenden Klavier erlernen wollen.

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