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Münsterlinger Hafenprojekt kommt bei der Bevölkerung gut an

Der Gemeinderat Münsterlingen informierte am Dienstagabend über das Hafenprojekt, Leitbild und Teilprojekt Generationenwohnen. Zu Diskussionen kam es wegen der Parkplatzsituation am See.
Barbara Hettich
Die rund 100 Interessierten lauschen den Ausführungen von Gemeindepräsident René Walther. (Bild: Barbara Hettich)

Die rund 100 Interessierten lauschen den Ausführungen von Gemeindepräsident René Walther. (Bild: Barbara Hettich)

«Ich gratuliere dem Gemeinderat für den Mut, das Hafenprojekt wieder anzugehen – es würde unserer Seegemeinde gut anstehen, wenn wir eine Lösung finden», sagte ein Votant und traf damit die allgemeine Stimmung der rund 100 Interessierten an der Infoveranstaltung am Dienstagabend.

René Walther, Münsterlinger Gemeindepräsident. (Bild: PD)

René Walther, Münsterlinger Gemeindepräsident. (Bild: PD)

Gemeindepräsident René Walther hatte eingehend erklärt, weshalb der Gemeinderat das Projekt wieder aufgenommen hat, obwohl die Stimmberechtigten 2013 eine Lösungsvariante mit einer geschützten Steganlage abgelehnt hatten.

Auslöser war die Situation rund um das Bojenfeld in Landschlacht: Der Parkplatz oberhalb der Bahnlinie liegt in der Landwirtschaftszone und der aktuelle Trockenplatz in der Bauzone für Wohnbauten. Weitere Abklärungen der aktuellen Rahmenbedingungen hätten gezeigt, dass sich nach wie vor das Hafenfeld in Scherzingen, zwischen Badeplatz und Klinikareal, für eine Bootsstationierung am besten eignen würde.

Diskussion um Parkplätze

Rund 6,5 bis 7,5 Millionen Franken dürfte ein Hafen mit einfacher Steganlage und aufgeschütteten Molen kosten, schätzt René Walther. Weder Kran noch Hafengebäude seien eingeplant. Finanziert würde er aus den Miet-Einnahmen der Hafenplätze.

«Wir bauen eine einfache Anlage für rund 180 Bootsplätze und die bestehenden Parkplätze beim Hafenfeld sollten dafür ausreichen»

sagte Walther. Dies wurde allerdings von einigen Votanten bezweifelt. Es sei zu befürchten, dass es an schönen Sonntagen zu Engpässen komme. «Mit den 97 Parkplätzen für Fussballclub, Badegäste und Hafenanlage erfüllen wir die Norm», sagte René Walther. Andere Gemeinden hätten auch mit einer gezielten Bewirtschaftung gute Lösungen gefunden. Der Gemeinderat werde im kommenden Jahr das Projekt zur Abstimmung bringen und ein Konzessionsgesuch einreichen.

15-jähriges Leitbild überarbeitet

Ein weiteres Thema an der Informationsveranstaltung war das Leitbild. Es ist Grundlage der strategischen Ausrichtung einer Gemeinde. Münsterlingens Leitbild ist 15 Jahre alt und wurde nun in den vergangenen Monaten samt Ressortsystem überarbeitet, begleitet von einem externen Berater von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur.

An der Ressortverteilung habe sich wenig verändert, «thematisch haben wir aber aufgeräumt», sagte René Walther und informierte über einzelne Punkte. Das neue Leitbild soll in den nächsten Wochen auf der Gemeindeverwaltung aufgelegt werden.

Die Gemeinde Münsterlingen hat im Jahr 2015 zudem ein Alterskonzept erstellt, daraus entstanden ist das Teilprojekt Generationenwohnen, das die Genossenschaft Manau ergänzen soll. 2018 wurde dafür die Wohnbaugenossenschaft Teupelacker gegründet. Zwischenzeitlich wurde im Wettbewerbsverfahren der Studienauftrag des Architekturbüros Antoniol und Huber und Partner aus Frauenfeld als Grundlage für die weitere Planung auserkoren.

«Wenn alles rund läuft, können wir das Projekt 2021/22 realisieren»

sagte René Walther. Kosten soll die Überbauung 9,7 Millionen Franken, über ein Darlehen der Gemeinde wird noch an der Urne abgestimmt.

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