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Münsterlinger Hafenplanung nimmt wieder Fahrt auf

Der Gemeinderat unternimmt einen neuen Anlauf für ein Bootsstationierungsprojekt im Hafenfeld.
Martina Eggenberger Lenz
Gleich angrenzend an den Badeplatz soll der neue Hafen entstehen. (Bild: Martina Eggenberger)

Gleich angrenzend an den Badeplatz soll der neue Hafen entstehen. (Bild: Martina Eggenberger)

2013 versenkten die Münsterlinger Stimmbürger das Projekt für eine vorgelagerte, geschützte Steganlage. Es sei die letzte Chance der Gemeinde, zu einer Hafenanlage zu kommen, hiess es damals.

Weit gefehlt: Sechs Jahre nach der verlorenen 9-Millionen-Abstimmung greift der Gemeinderat das Hafen-Thema noch einmal auf. Bereits seit fast zwei Jahren arbeitet er hinter den Kulissen an einer Neuauflage eines Projekts. Aktuell geworden ist es im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision.

Zukunft des Bojenfeldes ist ungewiss

Das Problem liegt beim Bojenfeld in Landschlacht. Einerseits sei dort die Parkplatzsituation unsicher, weil das Land in der Landwirtschaftszone liegt. Andererseits befinde sich der Platz für die Beiboote in der Bauzone und auf privatem Grund. Raumplanerische Entwicklungen und Interessen der Grundeigentümer könnten den Betrieb des Bojenfeldes mittelfristig erschweren oder in Frage stellen, erklärt Gemeindepräsident René Walther.

Hinzu komme, dass er aus der Bevölkerung darauf angesprochen worden sei, die sistierte Planung wieder aufzunehmen. Schliesslich doktert Münsterlingen seit 24 Jahren an einem Hafen herum. Ging es zuletzt um eine unkonventionelle Steganlage am Rande der Flachwasserzone, so ist dieses Mal von einer klassischen Hafenanlage die Rede. Realisiert werden soll sie beim Hafenfeld, gleich angrenzend an den Badeplatz in Richtung Psychiatrische Klinik.

«Dort haben wir bereits die ganze Infrastruktur und müssen nicht einmal ein Hafengebäude bauen»,

Gemeindepräsident René Walther. (Bild: PD)

Gemeindepräsident René Walther. (Bild: PD)

begründet der Gemeindepräsident. Er verweist darauf, dass mittlerweile ein Eingriff in die Flachwasserzone kein Tabu mehr darstelle. Es habe bereits Voruntersuchungen gegeben. Die Analyse des Seegrunds habe ergeben, dass das Ufer dort nicht ausserordentlich wertvoll sei. Im Gegenteil seien die 17000 Quadratmeter des Bojenfeldes in Landschlacht allem Anschein nach bedeutender für die Umwelt. Der Gemeinderat hat zudem bereits Gespräche mit verschiedenen Interessengruppen geführt.

Projekt hat die informelle Vorprüfung bestanden

Walther betont, dass man keinen Luxus-Bau wolle, sondern eine einfache Lösung anstrebe. Der Hafen beinhalte ein ausgehobenes Becken, zwei naturnah gestaltete Schutzmolen, Schwimmstege für rund 180 Liegeplätze und eine Fahrrinne. Das Ufer soll unangetastet bleiben.

Wegen der einfachen Bauweise rechnet er mit Kosten von lediglich 7 Millionen Franken. Eine frühere Kostenschätzung ergab noch das Doppelte. Die Projektskizze hat bereits informelle Vorprüfungen bestanden. «Es sieht vorsichtig gesagt gut aus», sagt Walther. Weil bereits alle Parameter geklärt seien, will der Gemeinderat mit dem Projekt vorwärtsmachen. Wie es aussehe, liege der Planungskredit in der Kompetenz des Gemeinderates. Es gehe jetzt noch darum, die Stimmen aus dem Volk abzuholen. René Walthers ehrgeiziger Plan ist, die Hafenanlage innert weniger als einem Jahr an der Urne zur Abstimmung zu bringen.

Die Pläne werden an einer Informationsveranstaltung am 3. September in der Scherzinger Bächlihalle präsentiert.

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