Müll auf Strassen und Trottoirs:
Die Stadt Romanshorn hat genug von den Abfallsündern

Die Werkhof-Mitarbeiter müssen immer mehr illegal entsorgte Gegenstände im öffentlichen Raum wegräumen. Die Beseitigung kostet die Steuerzahler mehrere tausend Franken. Die Stadt warnt: Für die Verursacher kann es teuer werden.

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Matratze am Strassenrand in Romanshorn. (Bild: PD)

Matratze am Strassenrand in Romanshorn. (Bild: PD)

Alte Schränke, Matratzen oder sonstiger Müll – rund zwei Mal wöchentlich rückt der Werkhof zur Beseitigung von illegal auf Trottoirs und Strassen der Stadt entsorgtem Abfall aus. Den zeitlichen Aufwand dafür schätzt die Stadt auf gegen 50 Mannstunden, die Kosten inklusive Entsorgungsgebühren auf mehrere tausend Franken. Das Phänomen trete vorwiegend in wärmeren Monaten auf und habe in den letzten Jahren zugenommen, sagt Stadtrat Patrik Fink.

Es drohen 250 Franken Busse

Zudem ist es Mode geworden, nicht mehr benötigte Gegenstände mit einer «Gratis mitzunehmen»-Tafel an den Strassenrand zu stellen. Privaten ist es ohne Bewilligung der Stadt jedoch grundsätzlich untersagt, Gegenstände auf öffentlichem Grund anzubieten. Zuwiderhandlungen gelten als illegale Entsorgung und werden mit 250 Franken Busse geahndet.

«Neben der Beeinträchtigung des Stadtbildes verengen solche Gegenstände zudem die Flächen der Trottoirs derart, dass ein Durchkommen für handicapierte Menschen oder Personen mit Kinderwagen oft schwierig oder gar gefährlich werden kann, da sie zuweilen auf die Fahrbahn ausweichen müssen», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Im Weiteren würden Unterhaltsarbeiten wie Reinigung oder Schneeräumung stark behindert oder sogar verunmöglicht. Der Werkhof räumt den Verursachern nach der Feststellung von Gegenständen drei Tage Zeit ein, um sie selbst wegzuräumen. Danach droht eine entsprechende Busse beziehungsweise Anzeige. (red)

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Marie-Theres Brühwiler