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Montessori Kinderhaus in Kreuzlingen hat endlich ein neues Zuhause

Das Montessori Kinderhaus in Kreuzlingen ist nach sechs Jahren Suche umgezogen und hat nun mehr Platz.
Rahel Haag
Endlich mehr Platz: Hans und Dagmar Fuchs in den neuen Räumen des Montessori Kinderhauses. (Bild: Andrea Stalder)

Endlich mehr Platz: Hans und Dagmar Fuchs in den neuen Räumen des Montessori Kinderhauses. (Bild: Andrea Stalder)

«Wir hatten es schon beinahe aufgegeben», sagt Dagmar Fuchs, Leiterin des Montessori Kinderhauses. Während der sechsjährigen Suche nach grösseren Räumlichkeiten erlebte sie immer wieder Rückschläge. «Am Ende scheiterte es immer am Preis», sagt sie, «10'000 oder 12'000 Franken Miete pro Monat – das können wir uns einfach nicht leisten.» Denn das Kinderhaus finanziert sich ausschliesslich über die Beiträge der Eltern.

«Wir erhalten keine Subventionen - weder von der Stadt Kreuzlingen noch vom Kanton.»

Anfang September ist das Kinderhaus nun aus dem ehemaligen Restaurant Sunnehöfli an der Remisbergstrasse aus- und ins grosse Einfamilienhaus an der Holzäckerlistrasse 12 eingezogen. Mit im Gepäck: Vierzig Kinder, die im Kinderhaus Montessori die Krippe oder den Kindergarten besuchen.

Die neuen Nachbarn befürchteten Kinderlärm

Am Ende fand nicht Dagmar Fuchs das Haus, das Haus fand sie. Der Eigentümer habe gewusst, dass sie auf der Suche seien und sei auf sie zugekommen. Zudem habe er ihnen einen tragbaren Mietzins angeboten. «Ein riesen Glück», sagt Hans Fuchs bei der Hausführung. Er unterstützt seine Frau, wo er kann.

Doch auch nach dieser frohen Botschaft, war noch nicht klar, wann und ob es mit dem neuen Kinderhaus wirklich klappt.

«Es gab zahlreiche Einsprachen»

sagt Dagmar Fuchs. Die Nachbarn hätten Mehrverkehr und Kinderlärm befürchtet. «Das dauerte über ein Jahr», sagt ihr Mann. Mitte April dieses Jahres lag dann die Baubewilligung vor. «Dann mussten wir Gas geben.»

Kinder können und wollen vieles selber machen

Seit vierzig Jahren ist Dagmar Fuchs bereits Kindergärtnerin. In dieser Zeit sei sie immer auf der Suche nach einem schlüssigen pädagogischen Gesamtkonzept. Mit 37, also vor rund zwanzig Jahren, sei sie dann nach Konstanz gekommen. «In eine Montessori Hochburg», wie sie sagt. Die Methode wurde vor über hundert Jahren von der Italienerin Maria Montessori entwickelt und stellt das Kind und seine Individualität in den Mittelpunkt.

«Wir sehen das Kind als selbstständige Persönlichkeit»

sagt Fuchs. Die Erwachsenen würden sich ihnen sozusagen als Gehilfen zur Verfügung stellen. Denn Kinder können und wollen grundsätzlich vieles selber machen.

Auf der Treppe fange es an. «Wenn ein Erwachsener ein Kind ungefragt an die Hand nimmt, um ihm zu helfen, ist das zwar gut gemeint, aber das Kind will es doch selber schaffen», sagt Fuchs. Klar, diese Methode dauere unter Umständen ewig und es gebe eine Sauerei, «aber wenn es das Kind allein geschafft hat, ist das ein Erfolgserlebnis». Das wiederum stärke das Selbstbewusstsein. Ziel sei es auch, die Kinder entscheiden zu lassen, was sie interessiert und diese Interessen zu stärken.

Eine Warteliste gibt es immer noch

Vor elf Jahren eröffnete Dagmar Fuchs das Montessori Kinderhaus in Kreuzlingen.

«Das Interesse von Eltern war zwar da, aber es gab kein Angebot»

sagt sie. Angefangen habe sie mit acht Kindern. Ende des Schuljahres waren es 24. Damit war dann auch die Kapazitätsgrenze im ehemaligen Restaurant Sunnehöfli erreicht. Seither führte Fuchs eine Warteliste.

An der Holzäckerlistrasse werden nun insgesamt vierzig Kinder von elf Mitarbeitenden betreut. Und die Warteliste? «Die gibt es immer noch», sagt Fuchs. Für die nächsten ein bis zwei Jahre sei das Montessori Kinderhaus ausgebucht. Wachsen wollten sie jetzt aber nicht mehr. «Sonst müssten wir ja schon wieder umziehen.» Fuchs schmunzelt.

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