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Mobilfunkantenne in Roggwil: Haben sich die Gegner zu früh gefreut?

Seit Jahren kämpfen Anwohner gegen den Bau eines Antennenmasts. Nun wähnen sie sich als Sieger. Doch noch ist unklar, ob der Fall tatsächlich abgeschlossen ist.
David Grob
Ein Transparent der Antennengegner, die den Bau seit über einem Jahrzehnt verhindern wollen. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Transparent der Antennengegner, die den Bau seit über einem Jahrzehnt verhindern wollen. (Bild: Max Eichenberger)

«Die lästige Angelegenheit ist endlich vom Tisch» – mit diesen Worten beschreibt der Freidorfer Roman Schrutt den langjährigen Kampf seiner Interessengemeinschaft gegen den Bau einer Mobilfunkantenne im Roggwiler Ortsteil. Der Mobilfunkanbieter Salt habe im Oktober die Frist verpasst, um mit den Bauarbeiten für die Antenne zu beginnen, schreibt Schrutt. Doch ist das Vorhaben der Salt damit tatsächlich «vom Tisch»?

DBU-Generalsekretär Marco Sacchetti

DBU-Generalsekretär Marco Sacchetti

Dies bleibt zumindest fraglich. Der Grund sind Details in Rechtsfragen bei Baubewilligungsverfahren. Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departements für Bau und Umwelt (DBU), verweist auf die allgemeinen Bestimmungen:

«Die Frist für den Baubeginn kann um ein Jahr verlängert werden. Und allenfalls um ein weiteres Jahr.»

Über eine zweite Verlängerung entscheide die Instanz, die bereits die erste ausgesprochen habe. Soviel zum Allgemeinen.

Im konkreten Fall liess Salt die Baubewilligungsfrist für den Bau des Antennenmasts ungenutzt verstreichen – innert zwei Jahren hätte das Unternehmen die Bauarbeiten aufnehmen müssen. Doch Salt konnte beim DBU eine Fristverlängerung erwirken. Und diese ist gemäss Schrutt im Oktober erloschen. Es bestände aber theoretisch die Möglichkeit einer zweiten Verlängerung. Sacchetti wollte sich dazu nicht äussern. Bei Salt war gestern keine Stellungnahme erhältlich.

Ein langjähriger Streit

Es würde erstaunen, wenn die Geschichte damit bereits abgeschlossen wäre. Denn der Streit um die geplante Mobilfunkantenne tobt seit über einem Jahrzehnt. Seit 2007 will Salt, damals noch unter dem Namen Orange Communications SA, den Antennenmast in Freidorf errichten. Heftiger Widerstand formierte sich gegen das Vorhaben, die Interessengemeinschaft um Roman Schrutt bildete sich.

Der Streit beschäftigte Behörden und Gerichte mehrfach – das Verwaltungsgericht und später dreimal das Bundesgericht befassten sich mit dem Fall. Zuletzt 2014, als die Bundesrichter in Lausanne eine Beschwerde von 54 Personen gegen das Vorhaben abwiesen. Damit war der Weg für die Erteilung der Baubewilligung frei – welche Salt dann zweimal nicht nutzte.

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