Mittelgrosses Fischsterben: Arboner Industriebetrieb verunreinigt Imbersbach nahe dem Strandbad

Eine weissliche Flüssigkeit ist ausgeloffen. Der Fall liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft.

Alessa Sprinz
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Die weisse Flüssigkeit im Imbersbach.

Die weisse Flüssigkeit im Imbersbach.

Bild: Markus Schoch

Am Montagmorgen wurde im Imbersbach beim Strandbad Arbon eine weissliche Flüssigkeit bemerkt. Es sei ein leicht ölhaltiges Mittel gewesen, teilt die Kantonspolizei auf Anfrage mit. Wie viel davon ins Gewässer gelangt ist, lässt sich nicht sagen. Nach Angaben der Polizei trat die Flüssigkeit bei einem Abflussrohr eines Industriebetriebs an der Industriestrasse aus. Sie verschmutzte das Gewässer auf einer Länge von 150 Metern. In Absprache mit dem Amt für Umwelt pumpte die Feuerwehr den weissen Film ab und entsorgte die Flüssigkeit in der Kläranlage Morgental.

Anschliessend wurde der Bach mit sauberem Wasser durchgespült. Der Vorfall sei der zuständigen Staatsanwaltschaft gemeldet worden, schreibt der Mediendienst der Kantonspolizei in seiner Mitteilung.

Die Folge der ausgelaufenen Flüssigkeit war ein mittelgrosses Fischsterben. Auch mehrere kleine Wasserlebewesen verendeten laut der Polizei. Für die Gesundheit der Badegäste im Strandbad, neben dem der Imbersbach in den Bodensee mündet, habe keine Gefahr bestanden. Das Öl habe zurückbehalten werden können. Wie die Biber im Imbersbach die Gewässerverschmutzung überstanden haben, muss sich zeigen.