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Mit welschem Esprit: Die Band Carrousel überzeugte im Arboner Presswerk

Eigenständig und authentisch, mitreissend und berührend zeigten sich Carrousel am Freitagabend. Die Westschweizer Band begeisterte die rund 400 Zuschauer mit ihrer Spielfreude.
Max Eichenberger

Sie spricht kein Deutsch, das Publikum versteht – grossmehrheitlich – kein Französisch. Und dennoch gibt es keine sprachliche Verständnisbarriere, funktioniert die Kommunikation zwischen Carrousel-Sängerin Sophie Burande und den Besuchern in der gut gefüllten Eventhalle mühelos: dank des gestenreichen Charmes und der selbsterklärenden Mimik der 37-jährigen gebürtigen Französin sowie der balladesken Vermittlung des zweiten Kopfes der Band, dem Welschen Léonard Gogniat.

Seit zehn Jahren machen die ehemaligen Strassenmusiker gemeinsam Musik. Zweimal waren sie für den Swiss Music Award nominiert worden. Und zum zweiten Mal bespielten Carrousel am Freitagabend bereits die Presswerk-Halle. Erstmals hatte das Musikerpaar aus dem jurassischen Delsberg mit seinem Auftritt am Summerdays-Festival 2015 in Arbon auf sich aufmerksam gemacht.

Spielfreude und Poesie

Carrousel entfalteten bei ihrer Rückkehr auf die Presswerk-Bühne mit welschem Esprit und ansteckender Spielfreude einen Spannungsbogen von lyrisch-melancholischen Chansons bis hin zu rhythmisch-rockig unterlegten Songs. Eigenständig, authentisch, ehrlich. Und ebenso mitreissend wie berührend. Dazwischen nämlich liessen die Beiden im milchigen Nebel auf der Bühne bei dezenter Ausleuchtung immer mal wieder poetische Elemente funkeln: wenn Sophie Burande etwa die kleine Musikdose dreht im Dunkeln und dann neckisch-verträumt wie eine Zirkusfee an die helle Bühnenkante tritt und das klangerzeugende Objekt präsentiert. Oder wenn sie das Taschenlampenlicht gebündelt in der zwirbelnden Kristallkugel an der Decke hundertfach spiegeln lässt.

Der Konzertabend, der die gegen 400 Besucher mitriss und entzückte, klang erst nach mehreren Zugaben aus. Und schon zuvor hatte die erst 15-jährige St. Gallerin Joya Schedler mit ihrer voluminösen Stimme und Gitarre bei ihrem Opener-Auftritt verblüfft. Von ihr wird man noch hören.

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