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Mit Twint im Hoflädeli bezahlen

Andrea Knöpfel bietet in ihrem Hoflädeli in Oberbussnang die Zahlungsmöglichkeit per Twint an. Damit gehört sie zu den ersten im Thurgau, denn das Angebot gibt es erst seit Anfang Jahr.
Sabrina Bächi
Andrea Knöpfel in ihrem Hoflädeli, welches sie seit Sommer betreibt. Es hat immer offen. Kunden bezahlen mit Bargeld oder Twint. (Bild: Andrea Stalder)

Andrea Knöpfel in ihrem Hoflädeli, welches sie seit Sommer betreibt. Es hat immer offen. Kunden bezahlen mit Bargeld oder Twint. (Bild: Andrea Stalder)

Wer die Augen von den schönen Pferden abwenden kann, entdeckt sie schnell: die Tür ins kleine Reich von Bäuerin Andrea Knöpfel. Zusammen mit ihrem Mann Ernst führt sie den elterlichen Hof in Oberbussnang.

Während der Mann jedoch mit dem grossen Traktor seine Runden dreht, kümmert sich Knöpfel um ihr Hoflädeli. «Das Angebot im Februar ist halt nicht riesig, aber es ist mir wichtig, nur anzubieten, was von unserem Hof kommt», sagt die 30-Jährige. Eier, Baumnusskernöl, Süssmost oder Zimtwürfeli. Das Angebot ist gut gemischt – trotz Februarloch.

Da das Hoflädeli in einem separaten Raum untergebracht ist, steht es den Kunden 24 Stunden zur Verfügung. Wer sich denn für ein Produkt entschieden hat, stellt sich gleich beim Eingang vor das graue Kässeli, welches auf Augenhöhe angebracht ist.

Problem: zu wenig Münz im Portemonnaie

Seit Januar ist es jedoch auch möglich, den oben am Kässeli befestigten QR-Code mit der Twint-App einzulesen. «Auf dem Bauernportal haben sie gross Werbung gemacht dafür», sagt Knöpfel. Warum nicht, habe sie sich gedacht und kurzerhand die Twint-Bezahlmöglichkeit eingerichtet. Denn das Problem beim Kässeli ist, dass man den genauen Betrag benötigt. «Ich habe nicht das Problem, dass zu wenig bezahlt wird», sagt sie.

Dennoch wollte sie das System anbieten. «Ich habe den Code angefordert und dann selbst die App heruntergeladen und ausprobiert, ob es auch wirklich funktioniert», sagt sie lachend. Einen kleinen finanziellen Nachteil hat Twint jedoch: «Vom bezahlten Betrag wird ein kleiner Prozentsatz abgezogen. Das ist aber wenig und stört mich nicht», sagt sie.

Zehn Thurgauer Hoflädeli bieten Twint an

Die nationale Plattform vomhof.ch des Schweizer Bauernverbandes motiviert die Hoflädeli-Besitzer, Twint anzubieten. «Wir wollen mit der Zeit gehen und es ist auch finanziell ein attraktives Angebot», sagt Andrea Oldani, Projektleiterin des Verbandes. Denn der Code ist kostenlos. Es gibt aber bei jeder Nutzung eine Kommission von 1,3 Prozent, die abgezogen wird. «Im Thurgau gibt es rund zehn Hoflädeli, die Twint anbieten. Schweizweit sind es über 100.» Der Thurgau habe sehr viele Direktvermarkter und das gesamte Projekt habe noch Potenzial nach oben, sagt Oldani. (sba)

Seit Januar haben rund zehn Personen das Twint-Angebot in ihrem Hoflädeli genutzt. Andrea Knöpfel weiss:

«Gerade Jüngere bezahlen oft bargeldlos und wissen das Angebot zu schätzen.»

Sie sei dennoch überrascht, wie gut die neue Bezahlmöglichkeit ankomme.

Positives Feedback für das neue Angebot

Andrea Zürcher bietet auf ihrem Hof in Metzgersbuhwil bei Schönholzerswilen bereits seit drei Jahren allerhand selbstgezauberte Köstlichkeiten an: Angefangen bei selbstgemachten Teigwaren, Konfitüren oder eingelegtem Gemüse bis hin zu Sirup, Meringue oder selbstgenähten Kinderkleidern.

Ihr Hoflädeli steht in einem separaten Häuschen direkt an der Strasse und hat ebenfalls 24 Stunden offen. «Seit gut drei Wochen biete ich Twint an. Bezahlt hat bisher noch niemand damit», sagt die 42-Jährige. Sie habe aber schon positives Feedback erhalten.

Die Idee, Twint anzubieten, kam von ihrem Mann. «Ein guter Einfall, fand ich. Es ist praktisch, wenn man die Möglichkeit hat bargeldlos zu bezahlen», sagt sie. Auch Andrea Zürcher bietet Twint nicht an, weil bei ihr zu wenig Geld im Kässeli lag.

Es ist der technologische Fortschritt, dem die Hoflädeli-Betreiberinnen nachkommen wollen. Es bedeutet keinen Mehraufwand dafür ein weiteres kundenfreundliches Angebot.

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