Mit Schirm, Charme und Maske am Kreuzlinger Jahrmarkt

Weder Corona noch der Dauerregen kann die Kinder vom Chilbi-Besuch abhalten. Und die Schausteller freuen sich, endlich wieder einmal arbeiten zu können.

Martina Eggenberger Lenz
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Funktioniert auch mit Maske: Spass auf einer der Bahnen an der Kreuzlinger Chilbi.

Funktioniert auch mit Maske: Spass auf einer der Bahnen an der Kreuzlinger Chilbi.

Bild: Reto Martin

Der Jahrmarktmontag ist ein Freudentag für die Kinder und Jugendlichen im Bezirk. Es ist schulfrei und die Chilbi lockt. Dieses Jahr hat sich die eine oder andere Familie den Ausflug zum Bärenplatz sicher zwei Mal überlegt. Fehlende Marktstände, Maskenpflicht und nasskaltes Wetter waren schlagende Argumente gegen die Tradition.

Doch wer die Mühen auf sich nahm, der wurde belohnt. Trotz allem kam etwas Stimmung auf. Teenies stehen beim Autoscooter. Eltern fötelen ihren Nachwuchs auf dem Karussell. Die Budenbetreiber haben sichtlich Freude, endlich wieder einmal auf einem Platz stehen zu können.

Manfred Fries, Schausteller.

Manfred Fries, Schausteller.

Bild: PD

Manfred Fries vom Büchsenwerfstand betont: «Von den geplanten 32 Märkten haben nur gerade zwei stattgefunden.» Er freut sich, dass trotz allem viele Besucher die Chilbi unterstützen.

«Samstag und Sonntag war richtig gut. Und auch heute wird trotz dem Wetter für mich keine Nullrunde.»

Nebenan betreut Erika Fries, ein Schausteller-Urgestein, das Flieger-Karussell. «Ich finde es super, dass die Stadt die Chilbi so durchzieht. Sie ist uns sogar noch mit den Standkosten entgegen gekommen», lobt die Kreuzlingerin. Ja, es seien schwere Zeiten mit all den Ausfällen. «Aber da müssen wir durch. Gibt es halt mehr Cervelat als Steak.»

Auch der Autoscooter hat nichts von seinem Reiz eingebüsst.

Auch der Autoscooter hat nichts von seinem Reiz eingebüsst.

Bild: Reto Martin

Susanne Künzler vom Spielwarenstand verbreitet ebenfalls gute Laune. Die Marktfahrerin ist einfach nur froh, endlich mal wieder arbeiten zu können.

«So kann ich wenigstens ein paar Löcher stopfen. Die Gelder, die uns der Bund spricht, reichen nämlich nicht aus.»

Und weiterhin gilt: Zukunft höchst ungewiss. Die Zürcherin entschuldigt sich. Sie hat Kundschaft. Ein Bub nimmt strahlend eine Spielzeugpistole entgegen. Eine Szene wie immer am Jahrmarkt. Nur, dass dieses Jahr die Mutter eine Maske trägt.

Marroni im Sitzen

An der diesjährigen Chilbi durfte man unter anderem nur im Sitzen konsumieren. Die Stadt hat zu diesem Zweck extra Festbänke auf dem Budenplatz aufgestellt. Die Einhaltung der Maskenpflicht wurde vom Sicherheitsdienst kontrolliert. Insgesamt gab es vier Stände mit Esswaren und sechs Fahrgeschäfte.