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Mit legalem Doping das Ziel erreicht

Was lange währt, wird endlich gut, könnte man über den Bau des Garderobengebäudes auf dem Amriswiler Tellenfeld sagen. Eigentlich sollte es schon seit diesem Frühjahr stehen. Zu hohe Kosten führten zu Verzögerungen. Gestern konnte Stadtrat Stefan Koster endlich zum Spaten greifen.
Manuel Nagel
Mikio Carrasco von Roos Architekten, Schulpräsident Christoph Kohler, Stadtrat Stefan Koster, Stadtpräsident Martin Salvisberg und Projektleiter Marco Schawalder von Raumwerk können endlich den Spatenstich für das Garderobengebäude auf dem Tellenfeld vornehmen. (Bild: Manuel Nagel)

Mikio Carrasco von Roos Architekten, Schulpräsident Christoph Kohler, Stadtrat Stefan Koster, Stadtpräsident Martin Salvisberg und Projektleiter Marco Schawalder von Raumwerk können endlich den Spatenstich für das Garderobengebäude auf dem Tellenfeld vornehmen. (Bild: Manuel Nagel)

Sehr knapp hatte die Sportplatzkommission kalkuliert, als sie das Projekt des Garderobengebäudes der Stimmbevölkerung vorgelegt hat. So knapp, dass es in die Verlängerung musste, weil plötzlich der Kredit von 1,5 Millionen Franken um eine halbe Million überschritten wurde.

Also ging man nochmals über die Bücher, respektive über die Baupläne und wechselte auch den einen und anderen Akteur aus, der nicht gewillt war, im Team mitzuspielen. Schliesslich hatte Stadtrat und Baukommissionspräsident Stefan Koster jedoch seine Mannschaft zusammen, welche den Sieg einfahren sollte. Allerdings brauchte es auch noch ein bisschen Doping vom Stadtrat. Legales Doping, wohlverstanden, denn die Exekutive hat die Kompetenz, einen Zusatzkredit von zehn Prozent zu sprechen – und mit den 1,65 Millionen Franken schaffte man es gerade so über die Ziellinie.

«Ihr habt nach Lösungen gesucht»

Man habe in den vergangenen Monaten jeden Franken hinterfragt, sagte Stefan Koster Ende März der «Thurgauer Zeitung». Die Baukommission hätte es sich auch einfach machen und auf den Mehrzweckraum im Obergeschoss verzichten können, stattdessen eine Terrasse mit Gartentischchen und Sonnenschirmen erstellen können, sagte Stadtpräsident Martin Salvisberg, kurz bevor die Beteiligten zum Spaten griffen. «Ihr habt jedoch nach Lösungen gesucht und beim Lesen der Protokolle habe ich gesehen, wie vielseitig ihr das angeschaut habt», lobte Salvisberg die Arbeit der Baukommission, die es – so der Eindruck – manchmal vielleicht allen Recht machen wollte.

Stefan Koster war die Freude und die Erleichterung anzusehen. «Wir sind glücklich, dass wir nun hier beim Hauptfeld bauen können», sagte er und unterliess es nicht, allen Beteiligten zu danken. «Die Garderoben wären dort, wo die Halle jetzt gebaut wird, definitiv am falschen Ort.» Hier aber würden sie den Hauptnutzern, Fussballern und Leichtathleten, am meisten bringen. Dass die Stadt nach wie vor froh ist um jede Kostensenkung, zeigt ein Haufen Kies. «Der Kies haben wir gratis von den Arbeiten an der Arbonerstrasse. Das sind immerhin ein paar hundert Franken, die wir so wieder einsparen konnten», sagt Stefan Koster.

Was bisher geschah...

  • 15. Mai 2011 Das Volk genehmigt einen Projektierungskredit für zusätzliche Sport- und Garderobenfläche.
  • 9. Juni 2013 An der Urne scheitert das erste Sporthallenprojekt, geplant auf dem Allwetterplatz, ganz knapp.
  • 9. März 2016 Die Stadt informiert die Bevölkerung über das neue Hallenprojekt.
  • 5. Juni 2016 Die Amriswiler sagen deutlich mit 71 Prozent Ja zur neuen Sporthalle und mit 69 Prozent Ja zum Garderobengebäude.
  • 19. November 2016 «Im Frühling fahren die Bagger auf. Eröffnung im Frühjahr 2018», liest man in der TZ.
  • 19. Mai 2017 Plötzlich heisst es nun «Teurer als erwartet».
  • 1. September 2017 Auf zwei Millionen schätzt man die Kosten. Noch kein Baustart.
  • 29. März 2018 Der Stadtrat bewilligt den Zusatzkredit von zehn Prozent. Das reicht, um mit dem Bau zu beginnen.
  • 7. August 2018 Spatenstich.

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