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Mit Harmonie statt Diven

Die Vorbereitungen für das geplante Festspiel anlässlich des 1250. Geburtstags von Steinach haben begonnen. Neben Profis stehen auch Laien aus der Gemeinde auf der Bühne.
Rebecca Frei
Theaterregisseur und Bühnendarsteller Oliver Kühn arbeitet gerne mit Laiendarstellern. (Bild: PD)

Theaterregisseur und Bühnendarsteller Oliver Kühn arbeitet gerne mit Laiendarstellern. (Bild: PD)

Die Gemeinde Steinach feiert im Sommer 2019 ihr 1250-jähriges Bestehen. Um diesen Anlass zu würdigen, bereiten Autor Paul Steinmann und Regisseur Oliver Kühn im Auftrag des neu gegründeten Vereins Musiktheater ein Festspiel vor. Das Stück soll von einem Ensemble aus Steinacher Laiendarstellerinnen und –darsteller und ausgebildeten Bühnenleuten aufgeführt werden.

Die erste Probe-/Infoveranstaltung fand kürzlich im Theoriesaal des Feuerwehrdepots statt. «Das Kick-off-Wochenende war ein voller Erfolg. 20 Leute haben sich angemeldet und 15 davon sind interessiert, am Stück mitzuwirken», sagt Kühn. Das Wochenende sei dazu da gewesen, die interessierten Bürgerinnen und Bürger zu informieren und kennen zu lernen. «Das Zwischenmenschliche ist mir sehr wichtig. Es ist schwierig, mit Menschen zu arbeiten, wenn zwischen ihnen keine Sympathie herrscht. Ausserdem wollen wir keine abgehobenen Schauspieler oder Diven im Team haben.»

Es gab kein Dieter-Bohlen-Casting

Ausserdem haben Kühn und Steinmann begutachtet, wie sich die angehenden Schauspieler auf der Bühne verhalten und ob sie Freude am Spielen haben. «Es war schon auch eine Art Casting, obwohl mir dieses Wort nicht gut gefällt. Denn der Begriff <Casting> suggeriert das Bild einer Auslese durch eine Jury und wirkt sehr distanziert und abgehoben. Wir haben keine Juroren wie Dieter Bohlen, wir legen Wert auf die Harmonie zwischen den Menschen und die Leidenschaft, mit der sie dabei sind», sagt Kühn. Die schauspielerische Erfahrung der Teilnehmenden sei dabei zweitrangig gewesen. Jemand, der noch nie auf einer Bühne gestanden hat, könne manchmal genau so gut oder gar besser spielen, als einer, der dies öfters tut, findet der Regisseur.

Die teilnehmenden Laiendarsteller gehören zusammen mit den Profischauspielern zum innersten Kreis. Ab September sollen Proben ein bis zwei Mal monatlich stattfinden. Im Januar 2019 wird der Probeplan dann etwas enger, es fallen drei Proben pro Monat an, bis das Stück dann am 10. August 2019 zum ersten Mal aufgeführt wird. Es könnten noch weitere Erwachsene und Kinder das Stück ergänzen. Auch Statisten und Schauspieler für kleinere Rollen werden gesucht. Diese werden jedoch erst drei Monate vor der Premiere aufgeboten.

Der Reichtum Steinachs im Mittelalter

Aktuell schreibt Autor Paul Steinmann das Stück und überarbeitet es zusammen mit Oliver Kühn. Es soll die Geschichte Steinachs erzählen, wie die Gemeinde im Mittelalter durch Handel zu Reichtum kam. Dies geschah vor allem auf dem Seeweg, denn der Steinacher Hafen war der Dreh- und Angelpunkt des St. Galler Handels mit Regionen jenseits des Bodensees. Deshalb wird das Stück auf einer Bühne beim Gredhaus, das als zentrales Lager für Korn und Handelsware diente, nahe der alten Hafenanlage in Steinach aufgeführt.

Das Stück soll über die historische Entwicklung Steinachs informieren, gleichzeitig aber auch mit schöner Musik verzaubern und das Publikum das eine oder andere Mal zum Lachen bringen. Das Schauspiel wird musikalisch begleitet, sei aber kein Musical. «Der Begriff Musiktheater erscheint mir treffender», sagt Kühn. Das Werk soll im Jubiläumsjahr insgesamt 14-mal aufgeführt werden.

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