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Mit dem schwindenden Kader geht auch die Kraft aus

Am Wochenende empfingen Kreuzlingens NLA-Wasserballer Carouge und Genève. Waren die hoch favorisierten Thurgauer im ersten Spiel noch dominant, hätte sie die Belastung im zweiten fast Punkte gekostet.
Philipp Herzog
Alle gegen einen: Kreuzlingens Simon Geiser (weisse Mütze) gerät gegen gleich drei Genfer unter Druck, bleibt aber abgeklärt. (Bild: Mario Gaccioli)

Alle gegen einen: Kreuzlingens Simon Geiser (weisse Mütze) gerät gegen gleich drei Genfer unter Druck, bleibt aber abgeklärt. (Bild: Mario Gaccioli)

Von den jungen Kreuzlingern war viel Ausdauer gefordert. In den Heimspielen gegen Carouge am Freitag und Genève am Samstag mussten sie ihre zuletzt bestechende Form bestätigen, um die vier Pflichtpunkte zu sammeln und sich endgültig von der Verfolgergruppe um das viertplatzierte Genève abzusetzen. Das ohnehin schon anstrengende Wochenende wurde für die Thurgauer noch kräftezehrender, weil gleich vier Feldspieler und ein Torhüter verletzungsbedingt aussetzen mussten. Dadurch verteilte sich die Spieldauer nur noch auf weniger Schultern. Die Gefahr lauerte laut Cheftrainer Benjamin Redder darin, «dass sich die Jungs dem Niveau der Gegner anpassen, und nicht konsequent das Tempo bestimmen». Und ein Fehltritt gegen die inferioren Teams aus der Romandie würde Kreuzlingen Selbstvertrauen kosten. Selbstvertrauen, das hinsichtlich des Cup-Halbfinals gegen Lugano vom Freitag dringend gebraucht wird.

Erster Gegentreffer erst nach 25 Minuten

Gegen Carouge nahmen die Kreuzlinger ihre Kontrahenten schon von der ersten Minute an sprichwörtlich in den Würgegriff und liessen ihnen kaum Luft zum Atmen. Nicht ein überragendes Angriffsspiel des SCK, sondern vielmehr die goldene Teamsportregel, die besagt, dass die Tore vorne automatisch fallen, wenn man hinten solide steht, führte zum ersten Zwischenresultat von 5:0. Das Heimteam um seinen Captain Marc Herzog entschied sich im Folgenden, keinen Gang runterzuschalten und drückte dem Match weiter den Stempel auf. So dauerte es fast 25 Minuten, bis SCK-Torhüter Dušan Aleksić das erste Mal hinter sich greifen musste – es war der Gegentreffer zum 1:16. Die letzten Minuten dieses erwartet einseitigen Spiels plätscherten vor sich hin, was zu einem Endstand von 18:3 für Kreuzlingen führte.

Noch einmal verkleinert sich das Kader

«Müde vom Vorabend, aber bereit, alles zu geben, den Gegner nicht zu unterschätzen, und hoffentlich die gleiche Leistung abrufen zu können» gab sich Kreuzlingens Captain Marc Herzog am Samstag eine Stunde vor Spielbeginn zuversichtlich. Das Kader der Thurgauer schrumpfte um einen weiteren Spieler, was eine zusätzliche Belastung bedeutete. Obwohl die Kreuzlinger Genève defensiv ähnlich wenig Räume zugestanden, wusste der im Vergleich zum Vortag deutlich talentiertere Gegner mehr Druck auf das SCK-Tor auszuüben. Kreuzlingen schaffte es dadurch nicht, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Trotz des ungewohnt harzigen Agierens im Angriff liess der Favorit aber nichts anbrennen und siegte letztlich 13:9.

Woche der Wahrheit für den SC Kreuzlingen

Hörte man sich im Freibad Hörnli bei Spielern und Zuschauern um, wurde kaum von den zwei Kreuzlinger Siegen gegen Carouge und Genf gesprochen. Der Fokus war bereits auf die neue Woche gerichtet, eine Woche der Wahrheit. Am Dienstagabend um 19.30 Uhr empfängt der SCK im Freibad Hörnli seinen Verfolger, den SC Horgen. Im Klassiker gegen den Erzrivalen vom Zürichsee geht es um die Klassierung fürs Playoff. Mit einem Sieg vor heimischem Publikum würde Kreuzlingen Platz zwei zementieren. Am Freitag in Lugano folgt dann eine ebenso wichtige Partie. Im Cup-Halbfinal fordern die Thurgauer den favorisierten Gastgeber heraus. Mit einem Sieg wäre der Cup-Triumph zum Greifen nah. (red)

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