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«Mit den kritischen Reaktionen haben wir so nicht gerechnet»: Umstrittene Linienführung in Steinebrunn ist fix

Der Kanton hat an einem Infoabend über die Einzelheiten informiert. Für einige kam der Anlass aber zu spät.
Tanja von Arx
In Egnach hat der ÖV teilweise für rote Köpfe gesorgt. (Bild: Markus Schoch, 8. März 2019)

In Egnach hat der ÖV teilweise für rote Köpfe gesorgt. (Bild: Markus Schoch, 8. März 2019)

Unnötig, enttäuschend und ein Anlass, das Vertrauen in die Entscheidungsprozesse der Gemeinde zu hinterfragen. So meldet sich ein Egnacher zu Wort, und zwar in Bezug auf die Buslinie im Weiler Steinebrunn, die seit einiger Zeit durch ein Quartier führt (unsere Zeitung berichtete).

«Die Bürger werden jetzt zu einer Infoveranstaltung eingeladen, um einen vorab gefällten Entscheid zu kommentieren», schreibt er in einem Leserbrief, nachdem offenbar der halbjährige Versuchsbetrieb fix geworden ist. Weiter: Die Gemeindebehörde fühle sich nicht angesprochen und würde den «unangenehmen Entscheid» einfach an den Kanton delegieren. «Seriöse Kommunikation läuft anders.»

«Die Anschlüsse sind jetzt stabil»

Stefan Thalmann, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr Kanton Thurgau. (Bild: PD)

Stefan Thalmann, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr Kanton Thurgau. (Bild: PD)

Am besagten Anlass vom Dienstag bestätigt Stefan Thalmann, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr beim Kanton: «Die Linienführung ist nun definitiv.» Ausschlaggebend für den Entscheid seien Erhebungen gewesen, denen zufolge 70 Personen das Angebot werktags im Durchschnitt genutzt hätten. «Wenn wir berücksichtigen, dass Umstellungen Zeit brauchen und die Zuganschlüsse bis Ende April ungenügend gewährleistet waren, ist das eine gute Zahl.» Ausserdem seien die Anschlüsse jetzt stabil. «Das, weil die S-Bahn jetzt in Steinebrunn eine Minute später losfährt und zudem nicht nur auf Verlangen hält.» Zusätzlich habe man an der Amriswilerstrasse ein Lichtsignal installiert und die Busse würden in Amriswil weniger Haltestellen anfahren.

Thalmann sagt, dass man den Versuchsbetrieb eingeführt hätte, weil sich im Dezember die Zugverbindungen zwischen St. Gallen und Romanshorn um eine Viertelstunde verschoben hätten. «Grundsätzlich sind solche Entscheide immer eine Interessenabwägung zwischen einem guten öV-Angebot in der Region und Emissionen.»

«Wir hatten nicht alles von langer Hand geplant»

Zur Kritik sagt Thalmann: «Wir bereuen im Nachhinein, dass wir die Infoveranstaltung nicht schon vor einem Jahr gehalten haben.» Der Abteilungsleiter verweist allerdings darauf, dass sich am Anlass wichtige Fragen geklärt hätten. «Die Anwohner gingen etwa davon aus, dass wir alles schon von langer Hand geplant hatten. Dem ist nicht so.» Die Umstellung habe man eingeleitet, nachdem im letztjährigen Fahrplanverfahren viele Begehren für bessere Verbindungen Richtung Thurtal eingegangen seien. Thalmann sagt indes: «Künftig will ich bei sensiblen Änderungen zu einem früheren Zeitpunkt öffentlich informieren.»

Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach. (Bild: Mareycke Frehner)

Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach. (Bild: Mareycke Frehner)

Stephan Tobler, Gemeindepräsident von Egnach, sagt auf Anfrage: «Es ist immer einfach, Vorwürfe zu machen.» Der Leserbriefschreiber wohne denn nicht im betreffenden Quartier. «Ausserdem waren die Reaktionen der zirka 25 Besucher am Infoanlass unterschiedlich.» Wichtig sei: Die Gemeindebehörde habe den Entscheid im Lokalanzeiger publiziert, sobald sie davon Kenntnis gehabt hätte, und zwar durch den Kanton. «Der ist im vorliegenden die zuständige Instanz, deshalb sahen wir den Ball dort.» Mit den kritischen Reaktionen habe man allerdings so nicht gerechnet. «Es ist auch speziell, da im Normalfall in erster Linie über ein Schreiben in den Briefkasten informiert wird», sagt Tobler.

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