Mit dem Rollator durch die Romanshorner Ludothek: Nach vier Jahren ist die Institution barrierefrei

Die Leitung hat sich um eine Erweiterung bemüht. Mit einer Rampe und durch grosszügige Räumlichkeiten ist die Zugänglichkeit gewährleistet. Auch beispielsweise für Rollstuhlfahrer.

Markus Bösch
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Leiterin Sigrid Wood freut sich über die Erweiterung.

Leiterin Sigrid Wood freut sich über die Erweiterung.

Bild: Markus Bösch

Sigrid Wood ist glücklich und auch sehr stolz: Die Leiterin der Romanshorner Ludothek kann auf ein grosses Projekt zurückschauen, das jetzt abgeschlossen ist. «Schon 2016 war die Barrierefreiheit Thema.» Man habe sich gefragt, wie man diese wichtige Idee umsetzen könne. «Umziehen in neue Räume war zu teuer, Umbauen die zweite Option.» Es sei geplant worden, man habe lange und intensiv diskutiert, bis man uns entschied, am bestehenden Ort zu bleiben und einen weiteren Raum dazu zu mieten. «Klar war von Anfang an, dass wir diesen zusätzlichen Raum selber finanzieren müssen. Also ging es darum, Geld zu beschaffen», sagt die initiative Frau.

Umbau, Rampe, Möblierung

2018 war der Durchbruch zum neuen Raum. Dann schrieb die Ludothek die Stadt und umliegende Gemeinden, Firmen, Schulen und verschiedene Stiftungen an. Das ganze Projekt beläuft sich auf über 100000 Franken, ein grosser Teil ist bereits zusammengekommen.

«Pro Infirmis hat einen Förderbeitrag für hindernisfreies Bauen gesprochen und das Planungsbüro Bischofpartner Architektur ist durch seine grosszügige Unterstützung unser Goldpartner.»

Neben einigen weiteren Silber- und Bronzepartnern hätten einen auch sehr viele Privatpersonen unterstützt. «Diese Wertschätzung freut uns, wir fühlen uns als Ludothek von der Romanshorner Bevölkerung wirklich getragen», so Wood.

«Spielen verbindet Klein und Gross, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung»

Mit der jetzt möglichen Barrierefreiheit seit es gelungen, ein Begegnungsort für alle zu werden. «Spielen verbindet Klein und Gross, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung.» So könne beispielsweise jemand mit Rollator oder Rollstuhl in und durch die Ludothek gehen und fahren. «Gleichzeitig ist es möglich, dass Menschen mit Beeinträchtigungen mitarbeiten können.» So könnten alle an den verschiedenen Spielanlässen der Ludothek teilnehmen.

Geplant ist beispielsweise ein generationsübergreifender Spielnachmittag.