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Mit dem Handy erleben die Besucher das Museum neu

Besucher können das Seemuseum in Kreuzlingen ab Juli auf fünf verschiedenen digitalen Schnitzeljagden selbstständig erkunden. Studierende der PH Thurgau haben die Erlebnistouren zusammen mit Mitarbeitern des Museums entwickelt.
Nicole D’Orazio
Die Studentinnen Anna Weber und Jasmine Aerni machen ein Selfie mit dem Fischer. (Bild: Andrea Stalder)

Die Studentinnen Anna Weber und Jasmine Aerni machen ein Selfie mit dem Fischer. (Bild: Andrea Stalder)

Was bedeutet Zocken im Zusammenhang mit der Winterfischerei? «Mit einem Computerspiel hat es nichts zu tun. So heisst das Fischen, wenn man früher aufs Eis raus fuhr und ein Loch machte und ausharrte», erklärt Anna Weber an der Medieninformation im Seemuseum Kreuzlingen. Sie ist eine von 15 Studierenden der PH Thurgau mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik. In Zusammenarbeit mit Nina Kohler und Julian Fitze von der Abteilung Bildung und Vermittlung des Seemuseums Kreuzlingen haben die Studenten digitale Schnitzejagden zu verschiedenen Themen entwickelt. Damit ist die Dauerausstellung auf eine neue Art erlebbar.

«Die Idee stammt von einer Museumsapp, die für uns aber zu teuer war», erzählt Julian Fitze. Da er selber an der PH studiert habe, dachte er sich, dass das Museum gemeinsam mit Hanspeter Füllemann, Dozent für Medienpädagogik, etwas Ähnliches realisieren könnte. «Das haben wir sehr gerne gemacht», sagt der Dozent. «Wir haben für die digitale Schnitzeljagd die kostenlose App Actionbound verwendet.» Diese kann auf allen gängigen Geräten genutzt werden. Wer keines hat, kann ein Tablet im Museum ausleihen. Als Zielgruppe habe man sich auf Mittelstufenschüler und Familien konzentriert. Natürlich könnten auch Erwachsene vom Mehrwert profitieren, meint Füllemann.

Experten haben den Studierenden geholfen

Ab Juli stehen den Besuchern fünf Schnitzeljagden zur Verfügung. Sie thematisieren Susi, die Forelle, die Berufsfischerei, die Fischerei im Winter, das Dampfschiff Jura sowie die Lastschifffahrt. «Wir haben im Archiv gewühlt und uns um weitere Exponate bemüht», erzählt Ingo König von der Gruppe, die sich mit der Lastschifffahrt beschäftigte. «Der Experte Peter Adolf, ein ehemaliger Schiffsbaumeister, hat uns geholfen.» Es gehe auch darum, das Wissen für die Nachwelt zu sichern. Die Besucher gingen bei ihrer Erkundungstour auf eine Zeitreise und müssten verschiedene Aufgaben und Quiz lösen. Bei der «Winterfischerei» müssen die Kinder zum Beispiel Rollenspiele oder Selfies vor bestimmten Exponaten machen. «Die Jagd ist abwechslungsreich», sagt Anna Weber.

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