SULGEN
«Mister Corona Thurgau» tritt im Auholzsaal auf und würdigt das Schweizer Politsystem

Regierungsrat Urs Martin sprach an der Bundesfeier der Gemeinde Sulgen. Die Musikgesellschaft ernannte bei dieser Gelegenheit Daniela Schümperli zu ihrer Ehrendirigentin.

Monika Wick
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Regierungsrat Urs Martin hält im Sulger Auholzsaal die Festansprache zum 1. August.

Regierungsrat Urs Martin hält im Sulger Auholzsaal die Festansprache zum 1. August.

Bild: Monika Wick (Sulgen, 31. Juli 2021)

Urs Martin, Regierungsrat und Gesundheitsdirektor des Kantons Thurgau, hätte sich gefreut, wenn die Bundesfeier wie ursprünglich geplant in Donzhausen stattgefunden hätte. Zur Erklärung sagte er: «Meine Grossmutter jasste während Jahrzehnten jeden Donnerstag dort.»

Auch zum Auholzsaal hat Urs Martin eine Beziehung. «Das angrenzende Auholz ist einer der spannendsten Wälder im Kanton Thurgau, was mich als OL-Läufer natürlich fasziniert. Dieser Wald ist zwar klein, er mutet aber fast skandinavisch an.»

Politisches System der Schweiz hat sich bewährt

In seiner Rede machte sich Urs Martin Gedanken zur Konkordanz, zum Föderalismus, zur direkten Demokratie, zum Milizsystem und zu den Freiheiten der Bürger. Der Festredner erklärte:

«Die Errungenschaften des Bundesstaates taugen nicht nur bei Schönwetter. Die letzten Monate haben bewiesen, dass sie sich auch in der Krise bewähren.»

Gemeinderätin Maja Brühlmann Zwahlen hatte Urs Martin bei der Begrüssung als «Mister Corona Thurgau» bezeichnet.

Die Musikgesellschaft zum letzten Mal dirigiert

Die Bundesfeier wurde vom Gemeinderat ausgerichtet und von der Musikgesellschaft Sulgen umrahmt. Zum letzten Mal spielte das Korps dabei unter der Leitung von Daniela Schümperli.

Sichtlich gerührt verabschiedete Vereinspräsidentin Anja Signer die Dirigentin und ernannte sie zur Ehrendirigentin. Auch Gemeindepräsident Andreas Opprecht fand lobende Worte für Daniela Schümperli und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit:

«Auf dich und die Musikgesellschaft war immer Verlass.»

Daniela Schümperli liess statt Worte die Musik sprechen und dirigierte die «Herzweh-Polka». Rechtzeitig vor dem Regen zogen die Kinder mit Lampions durch die Dunkelheit und freuten sich auf das Entzünden des Funkens.

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