Mettler Chor präsentiert gesungene Liebesgeschichte an seiner Unterhaltung

Der gemischte Chor Mettlen hat am Wochenende zur Abendunterhaltung eingeladen.

Viviane Vogel
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Der gemischte Chor Mettlen an seiner Unterhaltung. (Bild: Viviane Vogel)

Der gemischte Chor Mettlen an seiner Unterhaltung. (Bild: Viviane Vogel)

Es wird gegessen, getrunken und viel geredet. Die Gäste fühlen sich offensichtlich wohl in der Turnhalle. «Liebe Gäste und Gästinnen», begrüsst Chorpräsident Christoph Wittwer die Anwesenden. Den ersten Lacher hat er sich damit schon gesichert. Er kündigt an, dass die Unterhaltung mit einer Verspätung beginnen wird, damit alle noch bekommen, was sie bestellt haben.

Das Thema an diesem Abend ist «Oldie’s Night», und die Lieder werden in der Reihenfolge einer Liebesgeschichte eingeordnet: Zuerst das Verlieben und das Zusammensein, dann die Hochzeit – und dann das Kippen der Beziehung, die in diesem Fall in einer Trennung endet.

Das Ganze wird sogar am Fernsehen kommen: LeuTV ist vor Ort und zeichnet die Abendunterhaltung auf.

Die Unterhaltung ist ein fixer Termin im Kalender

Die wenigsten sind zum ersten Mal hier. «Wir kommen jedes Jahr zur Abendunterhaltung des gemischten Chors Mettlen», sagen Monika und Thomas Elsener. Auch Ueli Bühler ist hier bereits Stammgast. «Ich höre gerne dem Chor zu und freue mich immer wieder auf das anschliessende Theaterstück.»

Zuerst geben die Sänger und Sängerinnen «Hit The Road, Jack» von Ray Charles zum Besten. Es soll eine Art Prolog sein. Danach beginnt die gesungene Liebesgeschichte.

Wittwer fragt sich in der Rolle des Moderators: «Und was macht man dann, wenn man verheiratet ist?» Im Publikum kichert ein Mann und murmelt:

«Folgä.»

Auftritt mit viel Körpersprache

Am Ende des Programms wird noch einmal «Hit The Road, Jack» gesungen. Männer und Frauen stehen sich auf der Bühne gegenüber und simulieren einen Streit. Sie wirken noch mutiger als zu Beginn und arbeiten mit Körpersprache. «Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt», sagt Monika Mengisen. Sie ist seit zwei Jahren dabei in Mettlen. Das Publikum sei auch gut gewesen, aber es hätte schon noch etwas mehr abgehen können, findet sie.

Als Chorpräsident Christoph Wittwer den obligaten Dank an alle Mitwirkende ausspricht, gehen die Zuschauer allerdings schon ab. «Wen ich jetzt noch vergessen habe zu verdanken, kommt nachher zu mir. Dem spendiere ich ein Bier.» Das aufbrandende Gelächter lässt ihn seine Worte bereuen.