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Meister Adebar liebt es vornehm: Störche nisten auf dem Dach des Schlosses Luxburg in Egnach

Die Vögel hätten es viel einfacher haben können. Doch sie zogen den steilen Giebel künstlich angelegten Brutplätzen vor.
Markus Schoch
Die beiden Störche haben sich einen exklusiven Brutplatz ausgesucht. (Bild: Donato Caspari)

Die beiden Störche haben sich einen exklusiven Brutplatz ausgesucht. (Bild: Donato Caspari)

Die Störche von der Luxburg sind wie Katzen: Sie haben ihren eigenen Kopf. Sie machen es so, wie es ihnen gefällt. Und nicht so, wie es die Menschen gerne hätten.

Die Vögel hatten ihr Nest über 20 Jahre auf einer Pappel am Schilfweg, wo sie seit 1996 fast 50 Jungtiere aufzogen. Doch Anfang des letzten Jahres mussten sie sich einen neuen Brutplatz suchen, weil der Sturm Burglind den Baum umwarf. Die Vogelschutzgruppe des örtlichen Ornithologischen Vereins scheute keinen Aufwand, um die Störche halten zu können.

Diverse Plattformen standen zur Wahl

Die Mitglieder installierten eine neue Plattform in der Nähe auf einer Scheune, die ihnen geeignet schien. Die Vögel hatten sogar die Wahl. Denn eine Privatperson in der Umgebung macht es den Naturschützern nach. Doch die Störche wollten nichts wissen von den Nisthilfen. So wie sie bereits die Plattformen in Hagenbuchen und auf dem alten Schulhaus in Egnach verschmäht hatten.

Die erste Wahl der Störche war ein Baukran. (Bild: Ronald Moinat)

Die erste Wahl der Störche war ein Baukran. (Bild: Ronald Moinat)

Stattdessen liessen sie sich auf einem Baukran in der Seewiese nieder, erinnert sich Ronald Moinat, der Obmann der Egnacher Vogelschutzgruppe. Lange konnten sie sich dort allerdings aus verständlichen Gründen nicht halten. Und so machte sich das Vogelpaar erneut auf die Suche nach einem Brutplatz, und fand ihn auf dem Dach des Schlosses Luxburg, wo es im letzten Jahr zwei Junge gross zog.

Zweites Storchenpaar in Wiedehorn

Warum die Störche den spitzen Giebel auf dem seit vielen Jahren leer stehenden Gebäude einem schon fast gemachten Nest vorgezogen haben, kann sich Moinat nicht recht erklären.

«Vielleicht liegen die anderen Standorte zu tief und erscheinen den Vögeln zu wenig sicher.»

Auf dem Gelände des Industriellen-Ehepaars Bühler in Wiedehorn haben andere Störche übrigens eine künstliche Nisthilfe angenommen. In den letzten beiden Jahren wuchsen dort vier Jungtiere auf.

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