Interview
«Meine Türe steht seit dem ersten Tag als Gemeindepräsidentin von Langrickenbach immer offen»

Seit etwas über 100 Tagen leitet Denise Neuweiler (SVP) die Geschicke von Langrickenbach.

Mario Testa
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Gemeindepräsidentin Denise Neuweiler in ihrem Büro mit zwei Bildern ihrer Pferde. Die Tür ist immer offen. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsidentin Denise Neuweiler in ihrem Büro mit zwei Bildern ihrer Pferde. Die Tür ist immer offen. (Bild: Mario Testa)

Wie sind Sie in Ihrem neuen Amt angekommen?

Denise Neuweiler: Gut. Ich habe mich schnell eingearbeitet. Ich kannte die Verwaltung dank der acht Jahre im Gemeinderat natürlich bereits. Ich kannte die anstehenden Projekte, wenn auch noch nicht vertieft. Ich weiss, was ansteht, und das ist wertvoll und die Erfahrung hilft.

Sind Sie auf unerwartete Schwierigkeiten getroffen?

Ich würde es eher als Herausforderungen bezeichnen, aber ja. Im Bereich der Werke ist vieles noch neu, auch die Baustellensitzungen. Zusammen mit dem Ingenieurbüro klappt es aber sehr gut, ich werde sehr gut unterstützt. Auch von der Verwaltung und den Kollegen im Gemeinderat.

Welches sind aktuell Ihre wichtigsten Dossiers?

Momentan beschäftigt mich die Sanierung der Unterdorfstrasse sehr. Da werden auch die Werkleitungen und Verkabelungen ersetzt. Wir haben jetzt auch entschlossen, gleich noch die Seeblickstrasse mit zu sanieren. Des Weiteren bin ich mit der Finanzplanung beschäftigt, um abzusehen, was wir in den kommenden Jahren noch an Sanierungen durchführen können.

Gibt es einen Moment in Ihrer noch kurzen Zeit als Gemeindepräsidentin, der Ihnen besonders gut in Erinnerung geblieben ist?

Die 1.-Augustfeier, an der ich die Rede halten durfte. Das war ein guter Einstieg für mich und ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten. Es hatte viele Gäste am Fest und es war ein gelungener Anlass, an dem die Bewohner aus allen Dörfern der Gemeinde gemeinsam feierten.

Wie begegnen Ihnen nun die Leute auf der Strasse?

Ich werde öfters angesprochen als früher. Das finde ich aber sehr positiv. So erfährt man, was die Leute beschäftigt. Die Türe zu meinem Büro steht deshalb auch immer offen. Der Kontakt mit der Bevölkerung ist sehr wichtig in diesem Amt.

Wie klappt die Zusammenarbeit im Gemeinderat?

Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich habe den Eindruck, wir sind gut gestartet und führen die Gemeinde gemeinsam. Wir haben auch ein Teambildungs- und Verhaltenskodexabend im August veranstaltet. Das war sehr wertvoll. Mir ist wichtig, dass wir zusammen auftreten und am gleichen Strick ziehen, da müssen alle ihren Teil dazu beitragen.

Konnten Sie Ihre Arbeitszeit bislang etwa in den 50 Stellenprozenten halten?

Nein. Anfangs braucht es sicher etwas mehr Einsatz. Ich konnte dank der Sommerferien aber relativ ruhig starten. Irgendwann kommt der Moment, wo ich den gesamten Überblick habe und ich denke, dann wird der Aufwand auch abnehmen. Aber es gibt halt doch immer auch Aufgaben, die unerwartet kommen und schnell erledigt werden müssen.

Wie oft sind Sie hier im Büro anzutreffen?

Ich bin flexibel, kann es mir einrichten. Aber es gibt natürlich auch viele Aussentermine. Wenn ich mal frei brauche, dann notiere ich den Sperrtag auch so in der Agenda.