«Meine Tür stand immer offen»: Nach 18 Jahren verlässt Markus Heer die Weinfelder Stiftung Hofacker

Markus Heer leitete während rund 18 Jahren die Stiftung Hofacker. Trotz vieler Veränderungen im Beruf blieb eine Konstante: die Herzlichkeit der Menschen.

Sabrina Bächi
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Stiftungspräsident Werner Tobler, der abtretende Leiter Markus Heer und der neue Leiter Jürg Schocher. (Bild: Sabrina Bächi)

Stiftungspräsident Werner Tobler, der abtretende Leiter Markus Heer und der neue Leiter Jürg Schocher. (Bild: Sabrina Bächi)

«Vielen Dank, auf Wiedersehen», steht in grossen farbigen Buchstaben auf einem weissen Tuch. Es ist kein Dankeschön an Kunden, die eben ihren Einkauf erledigten. Es ist das Transparent für Markus Heer, Gesamtleiter der Stiftung Hofacker.

Nach fast 18 Jahren wurde er am Freitag mit einem grossen Fest verabschiedet. Es wird geklatscht, gelacht und geschenkt. Markus Heer hat die Stiftung Hofacker in den vergangenen Jahren stark geprägt.

«Als er übernommen hat, war die Stiftung in Schieflage», sagt Werner Tobler, Stiftungspräsident. Heer sei es unter anderem zu verdanken, dass der Betrieb heute sehr grosses Ansehen geniesst.

Reibungsloser Übergang

«In den vergangenen Jahren hat sich vor allem die Gesellschaft gewandelt», sagt Markus Heer. Die Beziehung zu Menschen mit Behinderungen habe sich vom Umsorgen zum Unterstützen gewandelt.

Eines habe sich aber in den ganzen Jahren nicht verändert: «Die Herzlichkeit der Menschen und die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern», sagt er. Eines seiner Geheimrezepte hat er an seinen Nachfolger Jürg Schocher bereits weitergegeben. Die Tür stand bei Markus Heer immer offen.

«Ich werde vieles beibehalten», sagt Schocher. Er hat bereits ein halbes Jahr mit Markus Heer zusammengearbeitet, sodass der Übergang nun reibungslos klappen sollte. Für die Stiftung Hofacker hat sich Schocher entschieden, weil es ein so familiärer Betrieb sei, sagt er.

Stiftung Hofacker

Die Institution begleitet erwachsene Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung in Wohn- und Tagesstrukturen. Die Stiftung wurde 1970 gegründet. Zu enge Platzverhältnisse führen zur Planung einer externen Werkstatt. 2011 werden diese Werkstatträumlichkeiten im Osten Weinfeldens eröffnet. Das Sekretariat und die Heimleitung wechselten ebenfalls an die Oberfeldstrasse. (sba)