Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mehr Spielkameraden für Max war mit ein Grund für den Zuzug nach Amriswil

Unter anderem aus Costa Rica und Steinebrunn zogen in den vergangenen zwölf Monaten Menschen hierher. Die Stadt lud sie alle zum Neuzuzügerapéro ins Ortsmuseum. 80 folgten der Einladung.
Manuel Nagel
Eine stattliche Anzahl Neuzuzüger folgte der Einladung der Stadt und fand sich am Dienstagabend zum Apéro in den Räumlichkeiten der Isa Sallmann AG am Palmensteg ein. (Bild: Manuel Nagel)

Eine stattliche Anzahl Neuzuzüger folgte der Einladung der Stadt und fand sich am Dienstagabend zum Apéro in den Räumlichkeiten der Isa Sallmann AG am Palmensteg ein. (Bild: Manuel Nagel)

«Er gilt als der schönste Stadtrat», sagte Martin Salvisberg, als er aus seinem Exekutivkollegium Erwin Tanner vorstellte – und sorgte damit bei den rund 80 Neuzuzügern für Erheiterung. Witzig und kurzweilig stellte der abtretende Stadtpräsident die Gemeinde vor. «Der Eisweiher», fuhr Salvisberg fort, «friert nur alle zwölf Jahre zu. Deshalb stellen wir unser Eis jedes zweite Jahr selber her.» Womit er natürlich auf «Amriswil on Ice» hinwies.

Die folgenden Redner der Integrationsstelle, der Kirche, der Schule, der Fachgeschäfte und der Museen hatten es aber nicht einfach, die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen, denn einer der jüngsten Neuzuzüger, der zehn Monate alte Max, schaute mit seinen Kulleraugen Stadtschreiber Roland Huser unentwegt an und gluckste freudig.

Potenzieller Kunde für den Schulpräsidenten

Das Bilderbuch, das Ehrenbürger Eugen Fahrni kurzerhand aufgetrieben hatte, um den kleinen Max zu beschäftigen, wirkte lediglich einige Minuten.

«Ich habe potenzielle Kunden im Raum», sagte Schulpräsident Christoph Kohler lachend und liess sich nicht irritieren, als er die Vorzüge seiner Schule wie auch der Stadt Amriswil anpries.

Und Eugen Fahrni, der zuletzt die Museenlandschaft vorstellte, leitete auch gleich zum Kulinarischen hinüber:

«Wer Steuern bezahlt hat, soll den Apéro so richtig ausnutzen – und die andern sowieso.»

Während des Apéros war Max ganz still. So konnten sich seine Eltern Kiana und Paulino Fernandes Lara ganz entspannt auf die leckeren Häppchen konzentrieren – und erzählen, woher sie nach Amriswil gezogen waren.

Paulino Fernandes Lara. (Bild: Manuel Nagel)

Paulino Fernandes Lara. (Bild: Manuel Nagel)

Von Steinebrunn hatte es die Familie nicht weit, und doch erfuhr sie an diesem Infoabend allerhand über ihre neue Wohngemeinde. «Die Familienberatungsstelle kannten wir nicht», sagte Vater Paulino. Zudem schätzen sie an Amriswil die gute Verkehrsanbindung, dass sie zum Einkaufen nun kein Auto mehr benötigen und dass der kleine Max und sein älterer Bruder Stefan hier mehr Spielkameraden in der Nachbarschaft hätten.

Eine prall gefüllte Tasche mit Geschenken

Emese-Kincsö Mark. (Bild: man)

Emese-Kincsö Mark. (Bild: man)

Etwas weiter hatten es da Emese-Kincsö Mark und ihr Mann Szabolcs. Mit ihren zwei Kleinkindern wohnten die Rumänen vorher in einem kleinen Dorf im Aargau. Szabolcs Mark wollte jedoch näher bei seiner Arbeitsstelle wohnen. Das junge Paar hat sich in dem halben Jahr in Amriswil gut eingelebt und liebt die Nähe zum Bodensee. Positiv seien auch die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, sagen sie.

Und Kurt Iseli, Präsident der Amriswiler Fachgeschäfte, verstärkte wohl das positive Gefühl der Familie Mark. Alle Neuzuzüger erhielten eine prall gefüllte Tasche mit Geschenken von zahlreichen Gewerbebetrieben.

Jürgen Neidhart. (Bild: man)

Jürgen Neidhart. (Bild: man)

Der Zügelwagen von Mirjam und Jürgen Neidhart musste nur eine kurze Strecke zurücklegen. Neidhart war elf Jahre lang Pfarrer in Zihlschlacht-Sitterdorf und geht nun in Pension.

Neidharts wollten in eine Stadt ziehen, aber auch in der Nähe bleiben. «Hier haben wir eine günstige Wohnung gefunden, wenn man es mit anderen Gemeinden vergleicht», sagt Jürgen Neidhart.

Blumenschmuck auf dem Marktplatz

Manuel Mahon. (Bild: man)

Manuel Mahon. (Bild: man)

Den wahrscheinlich weitesten Weg legten Adriana und Manuel Mahon zurück. Bevor sie nach Amriswil kamen, lebten sie in Costa Rica. Familienmitglieder leben aber bereits in der Nähe. Adriana Mahon erinnert sich noch gut an den Tag im Herbst 2018, als die beiden in einem Café am Marktplatz sassen. «Der Platz war so schön mit Blumen geschmückt», sagt die gebürtige Slowakin. «Es war so eine tolle Atmosphäre und wir fühlten uns sehr willkommen.»

Nelly Wellauer. (Bild: man)

Nelly Wellauer. (Bild: man)

Aus Kümmertshausen kam Nelly Wellauer nach Amriswil, oder «von der Einsamkeit ins Lebendige», wie sie sagt. Nach ihrer Pensionierung wollte sie irgendwohin, «wo etwas läuft». Sie brauche Unterhaltung. Zuerst hatte sie Frauenfeld im Auge, wo sie gearbeitet hatte, doch dort könne man die Wohnungspreise ja nicht bezahlen. Im Pentorama sei sie schon ab und zu an einer Veranstaltung gewesen, und im Winter besuchte sie das «Turnen für jedermann». Aber ganz besonders gefalle es ihr am Hegibach. «Dort ist es einfach wunderschön», sagt Nelly Wellauer.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.