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Mehr Profis für die Schwächsten

Das Kompetenzzentrum Soziale Dienste See hat Anfang Jahr den Betrieb aufgenommen. Nach 100 Tagen zeigen sich die Verantwortlichen überzeugt, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Urs Brüschweiler

Der Start ist gelungen. Astrid Strohmeier und René Walther zeigen sich sehr zufrieden, wie die ersten Wochen und Monate des neu gegründeten Kompetenzentrums Soziale Dienste See (KSDS) verlaufen sind. Astrid Strohmeier als dessen Leiterin kümmert sich mit ihren beiden Mitarbeiterinnen nun um die Belange von vier Gemeinden: freiwillige Beratungen, Schuldensanierungen, Alimente, Sozialhilfe oder auch die Betreuung der Asylbewerber. Auch ein gemeindeübergreifendes Beschäftigungsprogramm zur Wiedereingliederung ins Berufsleben habe man bereits ins Leben rufen können. Mit den vier Werkhöfen habe man die nötigen Ressourcen für die Betreuung der Sozialhilfebezüger oder der Asylbewerber. Eine Seeputzete und andere Einsätze im Sinne des Gemeinwohls habe man bereits erfolgreich durchgeführt, weitere folgen. «Solche Programme sind sehr nützlich und helfen den Menschen», sagt Strohmeier.

Der Münsterlinger Gemeindepräsident René Walther ist Präsident des Trägervereins des Kompetenzzentrums. «Es ist gemäss unseren Erwartungen sehr gut angelaufen», sagt er. Erste Synergien hätte man bereits nutzen können. Man hätte sicher auch die Professionalität verbessert. «Die Gemeinderäte aus den anderen Gemeinden sagen alle: ‹Gut, haben wir das gemacht›. Wir sind sicher auf gutem Weg.»

«Sportlich unterwegs» mit den Ressourcen

«Natürlich hatten wir zu Beginn einen beträchtlichen Aufwand mit der Übernahme aller Dossiers aus den Gemeinden», berichtet Astrid Strohmeier. Mit den bewilligten 160 Stellenprozenten für das Kompetenzzentrum sei man sowieso «sportlich unterwegs. Aber wir sind Profis und gut organisiert. Es läuft gut». Dass die Klienten aus vier Gemeinden nun alle vom Standort des KSDS in der Gemeindeverwaltung Münsterlingen aus betreut werden, sei bislang kein Problem gewesen. Die Möglichkeit, Beratungsgespräche im Güttinger Gemeindehaus durchzuführen, wurde bislang noch gar nicht genutzt. René Walther sagt, er merke praktisch nichts davon, dass jetzt Klienten aus vier Gemeinden im Gemeindehaus Münsterlingen ein und aus gingen. «Ich bin erstaunt, wie ruhig alles abläuft». Auch die Sicherheit habe man im Auge. Denn natürlich sind nicht alle Klienten glücklich beim Gang aufs Sozialamt. Im Sinne eines Bedrohungsmanagements seien mögliche Massnahmen definiert. Doch sei immer das Ziel, das es zu keiner Eskalation komme, erklärt Astrid Strohmeier.

Keine Vetos in der gemeinsamen Behörde

Die Zusammenarbeit mit der neuen gemeinsamen Fürsorgekommission habe sich ebenfalls bewährt, sagt Walther. Die KSDS-Leiterin schätzt vor allem, dass deren Mitglieder Profis in der Sozialhilfe sind. «Sie kennen die Materie und sind gut ausgebildet.» So könne man zielgerichtet arbeiten und die Entscheide würden sehr sachlich gefällt. Dass ein Vertreter einer Gemeinde ein Veto einlegt gegen eine Zahlung komme nicht vor. Nur die operativen Tätigkeiten des Kompetenzzentrums werden über den Trägerverein auf alle Teilnehmergemeinden überwälzt. Die Leistungen und Unterstützungen für die Klienten zahlen nach wie vor die Wohnortgemeinden.

Vor allem eine bessere Dienstleistung

An der Struktur und den mitmachenden Gemeinden werde sich kurzfristig nichts ändern, sagt Walther. Man werde das Ganze weiter beobachten und schauen, wo man noch optimieren könne. Ob die erhofften Synergien finanziell zu Buche schlagen, werde man Ende Jahr sehen. «Aber es sieht gut aus», sagt Walther. «Auch wenn es sich am Ende nicht im Preis niederschlägt, dann sicher in einer besseren Dienstleistung der Sozialen Dienste», ergänzt Strohmeier.

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