Mehr Pep mit Pop am Thurgauer Singtag

Am Sonntagnachmittag fand in Kradolf der Thurgauer Singtag der Evangelischen Landeskirche statt. Rund 120 Teilnehmer lernten zwölf Lieder aus dem neuen Singbuch «Rückenwind» kennen.

Ramona Riedener
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Die Singtag-Band stellt im Kirchenzentrum Steinacker eines der Lieder aus dem neuen Liedbuch «Rückenwind» vor. (Bild: Ramona Riedener)

Die Singtag-Band stellt im Kirchenzentrum Steinacker eines der Lieder aus dem neuen Liedbuch «Rückenwind» vor. (Bild: Ramona Riedener)

Bereits zum sechsten Mal fand am vergangenen Sonntag der Singtag statt. Der Anlass, organisiert von der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, Fachstelle «Musik in der Kirche», ist für alle, die kirchliche Popularmusik lieben und Freude am Singen haben.

«Ich finde es schön, wenn die Spurgruppe Repertoire am Singtag mit so viel Engagement mit uns die Lieder einübt. Das berührt mich.»Gerda SchärerKirchenrätin aus Berlingen

«Ich finde es schön, wenn die Spurgruppe Repertoire am Singtag mit so viel Engagement mit uns die Lieder einübt. Das berührt mich.»
Gerda Schärer
Kirchenrätin aus Berlingen

Weit über hundert Personen aus dem ganzen Kanton reisten ins Kirchenzentrum Steinacker, wo die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf Gastgeberin war. Dass Musik Generationen verbindet, bestätigte sich einmal mehr an diesem Anlass: Das Alter der Sängerinnen und Sänger bewegte sich zwischen 14 und 85 Jahren.

Im ersten Teil des Nachmittags stellten die Spurgruppe Repertoire zusammen mit der Singtag-Band zwölf Lieder aus dem neuen Liederbuch «Rückenwind» der Evangelischen Landeskirche vor. Die zeitgenössischen Texte und die harmonischen, klangvollen Melodien sprachen sowohl die jüngeren wie auch die älteren Teilnehmer an.

«Das ist ein guter Anlass um neue Lieder zu lernen. Etwas Neuland sind die englischen Texte. Doch man gewöhnt sich daran.»Peter StarkTeilnehmer aus Sulgen

«Das ist ein guter Anlass um neue Lieder zu lernen. Etwas Neuland sind die englischen Texte. Doch man gewöhnt sich daran.»
Peter Stark
Teilnehmer aus Sulgen

Jedoch dürften einzelne Lieder nicht nur für ungeübte, notenunkundige Sänger eine Herausforderung gewesen sein, denn um die verschiedenen Stimmlagen einzustudieren, braucht es doch etwas mehr Zeit. Das tat jedoch der Stimmung keinen Abbruch. Zurücklehnen, Pause machen und die schönen Stimmen der Spurgruppe und die musikalische Begleitung der Band geniessen.

Lieder in die Gemeinden tragen

Die Musik aus dem Liederbuch den Pfarreiverantwortlichen, Kirchenmusikern und Gemeindemitgliedern bekannt machen, ist der Leitgedanke des Singtages. Oft sind popularmusikalische Lieder im Gottesdienst für Chor oder Bands schwierig umzusetzen. Dies hat die Thurgauer Landeskirche dazu bewogen, diesen Anlass zu organisieren, an dem jeweils zwölf geeignete Lieder ausgewählt und mit den Teilnehmenden einstudiert werden.

«Wir haben vor zwei Jahren das Singbuch ‹Rückenwind› herausgegeben. Diese Lieder möchten wir in die Kirchgemeinden bringen und die musikalische Vielfalt im evangelischen Gottesdienst fördern»

sagt Gerda Schärer, Kirchenrätin und Präsidentin der Fachstelle «Musik in der Kirche».

«Ich hole mir hier Inspirationen für unsere Kirchenband. Das Liederbuch gefällt mir sehr. Es ist schön, diese Lieder kennen zu lernen.»Anna MüllerTeilnehmerin aus Wallenwil

«Ich hole mir hier Inspirationen für unsere Kirchenband. Das Liederbuch gefällt mir sehr. Es ist schön, diese Lieder kennen zu lernen.»
Anna Müller
Teilnehmerin aus Wallenwil

Zum Buch ist auch verschiedenes Notenmaterial wie Sätze für Klavier, Chor oder Bläser erhältlich. Dass man auch mit viel Schwung, modernen Songs und poppigem Rhythmus Gott loben und ehren kann, zeigte sich im zweiten Teil des Singtages.

Dann feierten die Teilnehmenden einen Gottesdienst mit den eingeübten Liedern, begleitet von der Singtag-Band und einem Bläsertrio, mit Worten zum Nachdenken von Pfarrerin Esther Baumgartner aus Weinfelden und Pfarrer Steffen Emmelius aus Aadorf.