Umstellung

Mehr als nur Banner: Warum das Weinfelder Fahnen-Center nun Stoffmasken produziert

Die Weinfelder Firma bedruckt neu Stoffmasken mit Logos. Mit der Umstellung der Produktionskette reagiert die Firma auf die grossen Veränderungen im Absatzmarkt.

Deborah Hugentobler
Drucken
Teilen
Oliver Joos mit einer der vom Fahnen-Center Weinfelden produzierten Stoffmasken.

Oliver Joos mit einer der vom Fahnen-Center Weinfelden produzierten Stoffmasken.

Bild: PD

Das Fahnen-Center in Weinfelden gestaltet und produziert Fahnen, Banner und andere Werbeträger. Doch das Coronavirus forderte die Unternehmensführung zu neuen Ideen. «Zu Beginn der Pandemie erhielten wir vermehrt Anfragen von Kunden bezüglich Plexiglaswänden», sagt Geschäftsführer Oliver Joos. Bereits zuvor bedruckte das Unternehmen Plexiglas als Werbeträger.

«Die grosse Nachfrage zeigte, dass in diesem Bereich ein grosser Bedarf besteht.»

Daher weitete das Fahnen-Center ihr Sortiment aus. Nebst Plexiglaskonstruktionen folgten Einwegmasken sowie FFP2-Masken. Doch dabei sollte es nicht bleiben. «Stets verfolgte ich die Lage in Deutschland, wo Stoffmasken immer beliebter wurden. Als die Stoffmasken auch in der Schweiz etabliert waren, entschieden wir uns, solche auch herzustellen», sagt Joos.

Ohne Events, keine Fahnen

Ein weiterer Grund für die Einführung des neuen Produktes sei der Einbruch in der Messe- und Eventbranche. «Vor der Pandemie rüsteten wir Eventagenturen mit Fahnen oder Bannern aus. Während des Lockdowns im Frühling erhielten wir nahezu keine Bestellungen mehr», sagt Joos. Die Eventbranche mache aber ohnehin nur einen kleinen Teil ihres Geschäftes aus und mit den neuen Produkten habe man das Defizit kompensieren können.

Seit Juni verkaufte das Fahnen-Center fast 100'000 bedruckte Stoffmasken. «Nachdem wir einen Newsletter an unsere Kunden versendet haben, erhielten wir enorm viele Anfragen», sagt der Geschäftsführer.

«Jedes Mal, wenn die Massnahmen wieder verschärft wurden, stieg die Nachfrage.»

Die Käufer der Masken seien meist dieselben, die bereits zuvor Werbeträger bezogen haben. «Wir beliefern besonders grössere Unternehmen. Vermehrt stellen nun aber auch Vereine und Sportklubs Anfragen», sagt Joos.

Komplexe Herstellung

Die Masken seien dreilagig, aus Polyester und einer Mittelschicht aus filterndem Gewebe. Sie werden in der firmeneigenen Näherei genäht und je nach Aufwand in der eigenen Druckerei oder bei einem der Partner bedruckt. Jegliche Wünsche bezüglich Farbe und Muster seien möglich zu einem Preis zwischen vier und sieben Franken. «Das Nähen der Masken ist ziemlich komplex. Schwierigkeiten hatten wir zuerst bei der Länge der elastischen Ohrschlaufen», sagt der Geschäftsführer.

Langfristig wolle das Fahnen-Center Masken jedoch nicht anbieten. «Es ist vielmehr ein Zwischengeschäft, solange dieser Markt besteht», sagt Oliver Joos.