Medaillentraum wird wahr: Kreuzlingens NLA-Faustballerinnen holen Bronze

Am Final-4-Turnier in Widnau entscheidet das junge Team von Satus Kreuzlingen das Spiel um Platz drei zu seinen Gunsten und schafft damit eine Premiere. Bei den Männern verpasst das bedauernswerte Wigoltingen, als Aussenseiter ins Final-6-Turnier gestartet, eine Medaille auf spektakuläre Weise.

Fabio Baranzini/Yannick Signer
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Die Kreuzlingerinnen feiern ihren ersten Medaillengewinn in der NLA-Feldmeisterschaft überhaupt.

Die Kreuzlingerinnen feiern ihren ersten Medaillengewinn in der NLA-Feldmeisterschaft überhaupt.

Bild: Fabio Baranzini

Am Finalturnier vom vergangenen Wochenende in Widnau gewannen Diepoldsaus Frauen ein spektakuläres Finalspiel gegen Jona mit 3:2. Während die Jonerinnen zuletzt sieben Mal in Folge den Feldtitel geholt hatten, ist es für Diepoldsau der erste Triumph dieser Art. Auf dem Weg dorthin besiegten die Rhein­inslerinnen im Halbfinal Kreuzlingen mit 3:0.

Im Spiel um Platz drei gegen Neuendorf machten die Thurgauerinnen aber ihren Traum vom ersten Medaillengewinn wahr. Kreuzlingen profitierte im Angriff von den vielen lang gezogenen Schlägen von Sara Peterhans und überzeugte auch in der Defensive auf dem nassen Terrain. So entschieden die Ostschweizerinnen die Partie mit 3:1 für sich. «Wir haben heute mehr Anspiele rausgeholt, und Sara hat sehr stark serviert. Das hat den Unterschied gemacht», sagte Captain Arina Meister.

«Der Regen war für uns kein Problem. Bei uns in Kreuzlingen regnet es sowieso viel – von daher hat das gepasst.»

Bei den Männern ist Widnau seiner Favoritenrolle gerecht geworden und feierte auf dem heimischen Sportplatz Aegeten den ersten Schweizer Meistertitel seit fünf Jahren. Im Spiel um Platz drei lieferten sich Wigoltingen, das im Viertelfinal das besser klassierte Jona 3:2 besiegt hatte, und Neuendorf einen offenen Schlagabtausch über die volle Distanz von sieben Sätzen. Neuendorf legte drei Mal vor, drei Mal glich Wigoltingen aus. Im Entscheidungssatz sorgte Neuendorfs Angreifer Dominik Rhyn für den Unterschied. Dank des 11:7 konnten die Solothurner Platz drei verteidigen.

Voller Einsatz bis zuletzt: Wigoltingens Lukas Berger kommt nicht mehr ganz an den Ball.

Voller Einsatz bis zuletzt: Wigoltingens Lukas Berger kommt nicht mehr ganz an den Ball.

Fabio Baranzini

Wigoltingens Trainer Fredy Signer, der noch vor dem Final-6-Turnier seinen Rücktritt angekündigt hatte, zeigte sich nach dem verlorenen Spiel um Bronze trotzdem zufrieden. «Die Leistung meiner Jungs an diesem Wochenende war grandios. Ich bin sehr stolz auf sie.» Nur wenige haben Anfang Saison den Wigoltingern einen Rang in der vorderen Tabellenhälfte zugetraut. Doch dank des Viertelfinalsiegs gegen Jona, als die Thurgauer einen 1:2-Satzrückstand wettgemacht hatten, und den gezeigten Leistungen in den darauffolgenden Spielen darf wohl weiterhin mit Faustball Wigoltingen gerechnet werden.