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Kleiner Kreuzlinger Roboter geht auf Reisen

An der Pädagogischen Hochschule Thurgau in Kreuzlingen erfreut Max, ein kleiner Roboter, mit philosophischen Zitaten Studenten und Mitarbeiter. Heute, 8. September, ist er an der Museumsnacht in St. Gallen zu Gast.
Nicole D'Orazio
Das ist Max, der Zufallsphilosoph und Roboter. (Bild: PD)

Das ist Max, der Zufallsphilosoph und Roboter. (Bild: PD)

Normalerweise befindet sich Max vor dem Eingang der Bibliothek an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Kreuzlingen. Der kleine Roboter steht auf einer Holzkiste mit einem grossen roten Knopf. Wer diesen drückt, erhält einen Spruch ausgedruckt. Zum Beispiel von Hermann Hesse, Jean Piaget oder Johann Wolfgang von Goethe. «Max – der Zufallsphilosoph» heisst das Projekt.

Heute, 8. September, ist Max jedoch nicht an seinem Platz anzutreffen, denn er ist Gast an der Museumsnacht in St. Gallen. Dort schenkt er seine Weisheiten den Besuchern der Macelleria d’Arte am Raiffeisenplatz 6. «Das freut mich sehr. Ich bin gespannt auf die Reaktionen der Leute», sagt Urs Anderegg, der Erfinder von Max.

Urs Anderegg, Schöpfer von Max. (Bild: PD/Claudio Baeggli)

Urs Anderegg, Schöpfer von Max. (Bild: PD/Claudio Baeggli)

"Max regt nicht nur zum Konsumieren an, sondern auch zum Zurückgeben."

Der Bibliothekar der PH hat seine Idee teilweise während der Arbeitszeit realisieren können und die Sprüche und Zitate zusammengesucht. Der ehemalige PH-Informatiklehrling Steve Schulz hat den Algorithmus entwickelt und die Datenbank aufgebaut. Seit Oktober 2015 erfreuen sich nun Studenten, Lehrer und Mitarbeiter der PH an den Sprüchen.

«Ich habe gedacht, dass sich das Interesse irgendwann erschöpft», sagt Anderegg. Doch das Gegenteil sei der Fall. Die Benutzerzahlen steigen sogar an.

Nun kann man Sprüche online anfordern

«Seit zwei Wochen hat Max sogar eine eigene Webseite. So können die Leute von überallher ein Zitat anfordern, was bisher sehr gut ankommt.» Die Seite habe er seit eineinhalb Jahren in Planung, auf die Museumsnacht hin habe er sie unbedingt realisieren wollen – in seiner Freizeit.

Die Sammlung von Max ist über die Jahre umfangreicher geworden: von ursprünglich 110 Zitaten auf rund 180. Denn wer will, kann nicht nur einen Spruch beziehen, sondern auch einen einreichen. «Ich bin immer sehr auf die Rückmeldungen gespannt», sagt der Schöpfer des Roboters. «Max hat sogar schon zwei Liebesbriefe bekommen.»

Der Roboter soll Doppelgänger erhalten

Geht es nach Anderegg, soll Max künftig vermehrt auf Reisen gehen. Bisher wurde er dreimal ausgeliehen. Der originale Roboter soll allerdings in der Pädagogischen Hochschule bleiben, da ihn alle lieb gewonnen haben. Als privates Projekt sammelt er mittels Crowdfunding Geld, um weitere Roboter und Kisten zu bauen.

«Ich wünsche mir, dass sich Fans Max ausleihen und er künftig in Restaurants, Coiffeursalons oder Läden steht und die Leute erfreuen kann», sagt Anderegg und lacht. «Genial wäre, wenn er sogar ins Ausland könnte.»

Sprüche und weitere Infos gibt es unter: www.zufallsphilosoph.ch

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