Mattwiler erleben italianità mit Tambouren und Prosecco

Mit dem traditionellen Udinesefest hält im Dorf die italienische Lebensfreude Einzug. Drei Tage waren die Friauler Freunde vor Ort.

Tobias Bolli
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Am Udinesefest in Mattwil wurden wieder italienische Spezialitäten serviert. (Bild: Reto Martin)

Am Udinesefest in Mattwil wurden wieder italienische Spezialitäten serviert. (Bild: Reto Martin)

«La fieste udinese comence!» Mit diesen Worten eröffnete Barbara Meijerink-Bertoli am Freitagabend das Udinesefest, um gleich danach festzustellen: «Das hat wahrscheinlich nicht so gut getönt». Die anwesenden Friauler freuten sich trotzdem über ihren Versuch und dankten es der Organisatorin mit einem Lächeln. 65 von ihnen, darunter Mitglieder der Big Band «C. Borgna Madrisio di Fagagna», waren in einer elfstündigen Carreise extra nach Mattwil angereist.

Batons fliegen durch die Luft und auf den Boden

Nach der Begrüssung übernahmen die Gäste aus Italien die Bühne und zelebrierten mit Trommeln und Trompeten den Auftakt des Festes. Gleichzeitig marschierten 17 Majoretten ins Festzelt, die zum Takt der Tambourmajoren ihre Batons in die Luft warfen und dazu die bezauberndsten Bewegungen ausführten. Dass die Stäbe bisweilen nicht in ihre Hände zurückkehrten wollten und zu Boden purzelten, nahm ihnen niemand übel.

Gegen acht Uhr mehrten sich die altersmässig gut durchmischten Gäste und gönnten sich vor dem Festzelt ein Gläschen Prosecco, einen friaulischen Wein oder das am Freitag auf der Menuliste stehende Chili con Carne. Sehr gefragt waren zudem die Tombolalose, die dieses Jahr mit einem Ballonflug und einem Tandemsprung als Hauptpreise lockten. Mit dem Fest wird eine Tradition fortgeführt, die 1983 ihren Anfang nahm. Lokale Friauler wollten sich damals für die Unterstützung der Schweizer bedanken, die sich anlässlich einer Erdbebenkatastrophe in Udinese solidarisch gezeigt hatten.

Gemütliches zusammen sitzen in der Festwirtschaft.

Gemütliches zusammen sitzen in der Festwirtschaft.

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Mario Testa