Massarbeit für Weihnachtsbaum am Romanshorner Hafen

Seit gestern steht ein 16,5 Meter hoher Weihnachtsbaum am Hafen. Sein Transport stellte die Verantwortlichen vor grössere Herausforderungen als geplant.

David Grob
Merken
Drucken
Teilen
 Ein Kran platziert den 3,5 Tonnen schweren Weihnachtsbaum im Romanshorner Hafengelände. (Bild: Donato Caspari)

Ein Kran platziert den 3,5 Tonnen schweren Weihnachtsbaum im Romanshorner Hafengelände. (Bild: Donato Caspari)

Grosser Aufwand für einen Weihnachtsbaum: Eine dreieinhalb Tonnen wiegende und 16,5 Meter hohe Tanne musste erst in einem Privatgarten gefällt, mittels Spezialtransport durch die Stadt ins Hafengelände gefahren und anschliessend millimetergenau in einen Schacht eingepasst werden. Das Ganze ist gelungen: Seit gestern steht der Christbaum im Hafengelände.

Bereits das Fällen und Verladen der 16,5 Meter hohen Tanne auf den Spezialtransport stellte sich als anspruchsvoll heraus. Der Stamm teilt sich in zwei Spitzen, was das Anbringen der Trageseile erschwerte. Die Strecke von der Carl-Spitteler-Strasse in den Hafen war kurzzeitig eigens für den Transport gesperrt worden. Dennoch waren entlang der Kirchgasse einer Beerdigung wegen alle Parkplätze besetzt, zum Trotz der daneben platzierten Parkverbotsschildern. Fahrer und Hilfskräfte waren somit gefordert, die Tanne an den parkierten Fahrzeugen vorbeizuzirkeln und Beschädigungen zu vermeiden.

Bilder: Donato Caspari
22 Bilder
Der frühere Besitzer der Tanne, Richard Spitzli, schaut den Aufrichtungsarbeiten zu.

Bilder: Donato Caspari

Und zuletzt war Massarbeit beim Aufrichten der Tanne im Hafengelände gefordert. Auf 55 Zentimeter Durchmesser musste der Durchmesser zurechtgesägt werden, um passgenau den Schacht auszufüllen. Rund 18 Tonnen Beton stabilisieren den Schacht und den Baum.

Der Christbaum war eine «Blitzidee»

Hinter dem Christbaum im Romanshorner Hafengelände steht Dominik Lauchenauer. «Es war eine Blitzidee», sagt er. Auf einem Spaziergang entlang des Hafenbeckens sei ihm plötzlich die Idee eines grossen Christbaums gekommen. Lauchenauer sagt:

«Das Gelände ist offen und liegt brach. Da bietet sich ein grosser Weihnachtsbaum an.»

Ausserdem sei der Hafen der schönste Platz in Romanshorn. Lauchenauer nahm Kontakt mit der Stadt auf, welche die Kosten für den Aushub und die Befestigung des Schachts sponsorte.

Lauchenauer finanziert seine Idee mit privaten Sponsorbeiträgen. Von den rund 12'000 Franken Gesamtkosten entfallen 5000 Franken auf die Montage und Demontage des Baums, weitere 2000 Franken kostet der Spezialtransport. Gefunden hat Lauchenauer die Tanne per Inserat. Richard Spitzli trennte sich von seiner 36-jährigen Tanne und gab sie für ihren neuen Zweck frei. Ab der Einweihung am 30. November um 18 Uhr soll sie auch in weihnachtlichem Glanz erstrahlen.