Markus Irsslinger möchte Gemeinderat von Salenstein bleiben

Im ersten Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen hat der Fruthwiler das absolute Mehr verpasst. Aufgeben will er nicht.

Nicole D'Orazio
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Markus Irsslinger, abgewählter Gemeinderat von Salenstein. (Bild: PD)

Markus Irsslinger, abgewählter Gemeinderat von Salenstein. (Bild: PD)

22 Stimmen haben ihm gefehlt. 136 Salensteiner Stimmbürger haben Gemeinderat Markus Irsslinger bei den Gesamterneuerungswahlen im Amt bestätigt. Zu wenige, um das absolute Mehr von 158 zu erreichen. Besonders überrascht hat das Ergebnis Irsslinger, der seit 2015 der Exekutive angehört, indes nicht.

«Es war mir von Anfang an klar, dass ich mit dem Ressort Bau die schwierigsten Voraussetzungen betreffend Wiederwahl habe, da man mit diesem Ressort am häufigsten mit Einwohnern in Konfliktsituationen geraten kann», teilt er mit. «Es gilt, die öffentlichen Interessen zu wahren und mit denjenigen des Bauherren bestmöglich zu vereinen.» Leider werde dies oft nicht verstanden. Entsprechend negativ erfolgten dann die Wahlen im Sinne einer persönlichen Abrechnung.

Die Gemeinde ist nach wie vor gespalten

«Leider ist unsere Gemeinde seit den Wirren innerhalb der Behörde, unter der damaligen Führung von Roland Nothhelfer, nach wie vor sehr gespalten. Dass seit dem Amtsantritt von Bruno Lorenzato eine sehr konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit im Gemeinderat stattfindet, ist vielen nicht bekannt», sagt er.

Positiv überrascht war Irsslinger von den vielen motivierenden Worten aus der Bevölkerung, die er am Sonntag erhalten hat und welche ihm Mut für den zweiten Wahlgang machen. «Ich wurde vom Gemeindepräsidenten persönlich gebeten, mich für den zweiten Wahlgang zur Verfügung zu stellen, weil er die Zusammenarbeit mit mir sehr schätzt», sagt Irsslinger. Auch von anderen Ratsmitgliedern habe er die gleiche Bitte und motivierende Worte erhalten.

«Ich werde mich dem zweiten Wahlgang stellen und hoffe auf wohlwollende Stimmbürger, die dafür einstehen, dass der Gemeinderat mit seinen bisherigen Mitgliedern auf Erfolgskurs bleiben kann.»

Schulpräsidium: Beide Kandidaten treten wieder an

Im zweiten Wahlgang wird auch die Neubesetzung des Schulpräsidiums von Salenstein entschieden. Sowohl Markus Graf wie auch Eveline Gasser treten erneut an, wie sie beide mitteilen. 

Kandidaten wollen die Salensteiner Schule auf Kurs halten

Für das frei werdende Schulpräsidium der Einheitsgemeinde Salenstein kandidieren zwei Personen. Markus Graf ist Sekundarlehrer, Eveline Gasser kennt sich mit Kommunikation und in der Erwachsenenbildung aus. Gewählt wird am 10. Februar.
Nicole D'Orazio