Marina Bruggmann ist neue Präsidentin der SP Ortspartei Romanshorn

Aliye Gül hat ihr Amt aus zeitlichen und beruflichen Gründen abgegeben. Bruggmann ist die soziale Gerechtigkeit wichtig.

Markus Bösch
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Marina Bruggmann und Aliye Gül. Bild: Markus Bösch

Marina Bruggmann und Aliye Gül. Bild: Markus Bösch

Die Leitung der SP-Ortspartei Romanshorn-Salmsach bleibt in Frauenhand: Ende Juni hat Marina Bruggmann aus dem Nachbardorf das Präsidium von Aliye Gül übernommen. Während vier Jahren politisierte Gül für die SP im Grossen Rat, zwei Jahre war sie im Stadtrat und während 12 Jahren in der Primarschulbehörde: «Ich bin eine überzeugte Sozialdemokratin. Während meiner Zeit als Ortspräsidentin habe ich in der Partei und in der Stadt einiges bewegt. Und unter anderem ist es mir gelungen, die Interpartei wieder zu aktivieren und mit den anderen Parteien lokale Themen aufs Tapet zu heben.» Aus zeitlichen und beruflichen Gründen – Gül ist Gemeindeschreiberin und Finanzverwalterin – hat sie die politischen Ämter abgegeben.

Im Kantonsrat und im Salmsacher Gemeinderat

Seit dem ersten Juli ist Marina Bruggmann an der Spitze der SP Romanshorn-Salmsach. Die gelernte Pflegefachfrau war viele Jahre in einem Akutspital und anschliessend als Bildungsverantwortliche in einem Langzeitbetrieb tätig. Seit nunmehr sieben Jahren ist sie Geschäftsführerin des Hospizdienstes Thurgau. Bruggmann ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Die Arbeit im Gemeinderat Salmsach begeistert sie und seit dem ersten Januar 2017 sitzt sie im Kantonsrat für die SP und leitet jetzt die Ortspartei. «Das ist stärkend, weil Menschen mit gleichen Grundhaltungen etwas bewirken können. Aus meiner Sicht braucht es nach wie vor die politischen Parteien, sind diese doch immer noch mit entscheidend für das Funktionieren unseres demokratischen Systems – auf allen Ebenen. Sie sind sozusagen politische Interessengemeinschaften mit Kontinuität.»

Eine Aussenstehende in der Nachbarstadt

Soziale Gerechtigkeit sei ihr wichtig und da lägen auch ihre Schwerpunkte. Gleichzeitig finde sie es gut, auch als Aussenstehende, als Salmsacherin eben, den Blick in die Nachbarstadt richten zu können. «Auch wenn ich mich selbstverständlich noch in die Themenbereiche einarbeiten müsse, gilt es, all das festzuhalten, was gut läuft.» In Zusammenhang mit den baldigen kommunalen Wahlen sei die dann neue zusammengesetzte Behörde angewiesen auf das Vertrauen der Bevölkerung.