Planänderung beim Hafenhotel in Romanshorn: Stadtpräsident Roger Martin spricht von einer positiven Entwicklung

Das neue Projekt habe die grösseren Realisierungschancen, passe sich gut in die Umgebung ein und sei eine Chance für die Entwicklung der Stadt.

Markus Schoch
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Roger Martin, Stadtpräsident von Romanshorn.

Roger Martin, Stadtpräsident von Romanshorn.

(Bild: Reto Martin)

Herr Martin, was halten Sie von den neuen Plänen?

Roger Martin: Grundsätzlich haben wir Bedarf für Übernachtungsmöglichkeiten in der Region. Insofern begrüssen wir, wenn es ein Hotel gibt. Dass jetzt die SBS Investor und Betreiber sein soll, ist sympathisch, da es sich um ein lokales Unternehmen mit starker Bindung zur Hafenstadt handelt. Insofern kann man von einer positiven Entwicklung reden.

Gefällt Ihnen das Projekt?

Es ist meiner Meinung nach von den Dimensionen her vertretbar. Aber es wird sicher Leute geben, die sich daran stören, weil ihnen beispielsweise das Hotel die Sicht versperrt.

Ist die Lage städtebaulich jetzt besser als vorher?

Das alte Projekt hätte sich nur mit vielen Ausnahmebewilligungen realisieren lassen, wenn überhaupt. Das neue Projekt passt sich gut in die Umgebung ein und lässt die Promenade frei. Insgesamt wertet es den Standort auf. Der heutige Parkplatz gewinnt sicher keinen Schönheitspreis. Wie gut dann alles passt, wird sich zeigen.

Die SBS wäre bereit, das Projekt zu ergänzen, wenn die Stadt zusätzliche Bedürfnisse haben sollte. Es geht beispielsweise um 80 Parkplätze. Was wäre aus Sicht der Stadt wünschenswert?

Es wäre toll für die Romanshorner, wenn sie auch etwas vom Hotel hätten. Ich denke da an die Sky Bar, die zur Diskussion steht. Ein solcher Mehrwert für die Bevölkerung würde sicher auch die Akzeptanz beziehungsweise Chance des Projektes erhöhen, wenn der Gestaltungsplan zur Abstimmung steht. Öffentliche Parkplätze sind auch ein Thema für uns. Beim Hotel wären sie sicher billiger zu haben, als wenn wir auf dem Schlossberg eine eigene Tiefgarage bauen würden. Zudem gäben sie uns die Möglichkeit, die Parkplätze vorne am See aufzuheben. Dies sind aber erst Ideen, die noch reifen müssen.

Geplant ist, dass die Hess Immobilien AG das Land an die SBS abtritt. Müssen die Romanshorner darüber abstimmen?

Der Vertrag sieht vor, dass die Hess Immobilien AG das Land zu gleichen Konditionen verkaufen kann. Genau so ist es jetzt angedacht. Die Stadt hat einzig Einsichtsrecht.

Wie schätzen Sie die Chancen des Projektes ein?

Das ist eine schwierige Frage. Ich hoffe einfach, dass die Romanshorner sehen, dass das Hotel eine Chance für die Stadt ist. Es ist gut, wenn sie das Projekt kritisch betrachten, sie sollten ihm aber auch wohlgesinnt sein. (mso)