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In Langrickenbach steht das grösste Maislabyrinth der Schweiz

Heute startet das «Maila» in die dritte Saison. Das Feld ist noch riesiger als letztes Jahr. Die Suche nach dem Weg zum Ausgang dauert deshalb länger. Es gibt aber eine Abkürzung.
Martina Eggenberger Lenz
Blick von oben auf das Maislabyrinth. Der runde Freiraum symbolisisert einen Dorfplatz. (Bild: Reto Martin)

Blick von oben auf das Maislabyrinth. Der runde Freiraum symbolisisert einen Dorfplatz. (Bild: Reto Martin)

Marc Azzali und Andreas Beurer kennen sich selber noch nicht so ganz aus in ihrem Labyrinth. «Sackgasse!», ruft der eine in Richtung des anderen. «War er da hinten?» Die Organisatoren des Maila Langrickenbach sind auf der Suche nach einem Posten des neuen Lehrpfades, den sie dieses Jahr im Maisfeld versteckt haben. Es geht um regionale Produkte, und deren den Weg vom Feld auf den Teller. Während sie durch das satte Grün schreiten, ragen die Köpfe noch oben hinaus. Die Pflanzen sind aktuell schulterhoch.

«In einer Woche werden sie wohl Mannshöhe erreichen»,

schätzt Andreas Beurer. Auch wenn der Mais noch nicht die ideale Grösse hat, wird das Labyrinth heute Abend eröffnet. «Es war dieses Jahr im Frühling halt lange kalt. Darum gibt es einen Wachstumsrückstand», erklärt Marc Azzali. Allerdings wachse Mais sehr schnell, an Spitzentagen zwischen 15 und 30 Zentimeter.

Der Irrgarten wird wie vorgesehen heute dem Betrieb übergeben. Bis Mitte September kann das grösste Maislabyrinth der Schweiz erwandert werden. Der Pfad, der durch die Pflanzen führt, ist mehr als drei Kilometer lang. Die Veranstalter schätzen, dass das Rätsel in eineinhalb bis zwei Stunden zu schaffen ist. Weil das für manche Kleinkinder oder Senioren eine doch recht grosse Herausforderung ist, gibt es in der Mitte der Strecke einen Ausgang zur Festwirtschaft.

Der Sommertreffpunkt für das ganze Dorf

Der zum Maila gehörende Gastrobetrieb setzt auf moderate Preise und fast ausschliesslich auf lokale Lieferanten. Verkauft werden unter anderem Würste zum Selber-Bräteln. Eine Grillstelle steht bereit. Azzali und Beurer wollen mit ihrem Beizli einen Treffpunkt fürs Dorf bieten. Neu ist deshalb der zu einer Bar umfunktionierte Container. In dieser «Sunset Lounge» gibt es erfrischende Cocktails.

Mittlerweile zählt das Maila-Team rund zwanzig Mitarbeiter. Zusätzlich war die letzten drei Wochen ein Spezialteam jeden Abend mit dem Aufbau beschäftigt. Reich sind die Veranstalter mit ihrem Projekt bislang nicht geworden. Zwar kamen im ersten Jahr 15000 und im zweiten Jahr sogar 25000 Besucher, doch sind die zu finanzierenden Fixkosten hoch. «Das Maila ist für uns ein bisschen wie ein Hobby. Wir sind froh, mal raus zu kommen und nicht immer am PC sitzen zu müssen», sagen die beiden Jungunternehmer, die mit ihrer Firma Prioma vor allem Kommunikation und Marketing für KMU anbieten.

Andreas Beurer und Marc Azzali am Eingang zu ihrem Maislabyrinth. (Bild: Martina Eggenberger)

Andreas Beurer und Marc Azzali am Eingang zu ihrem Maislabyrinth. (Bild: Martina Eggenberger)

Wie lange sie mit dem Irrgarten noch weiter machen, lassen sie offen. «Wir werden dieses Projekt nicht totreiten», meint Andreas Beurer. Jetzt freuen sie sich aber auf ihre dritte Saison und hoffen auf trockene, aber nicht zu heisse Tage.

Hinweis Das Maila Langrickenbach ist bis zum 15. September geöffnet. Bei Regenwetter bleibt die Anlage geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Franken für Erwachsene, 5 Franken für Kinder.

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