Märstetten
Ein vierter Kandidat bewirbt sich um einen Behördensitz

Markus Tinner hat sich erst vor wenigen Tagen zur Kandidatur entschieden. Auf dem Flyer der Interpartei ist er deshalb nicht vertreten. Eine kurze Vorstellung seiner Person.

Sabrina Bächi
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Markus Tinner stellt sich als vierte Person zur Verfügung für die Märstetter Exekutive.

Markus Tinner stellt sich als vierte Person zur Verfügung für die Märstetter Exekutive.

Bild: PD

Sie haben sich sehr kurzfristig für die Kandidatur in den Märstetter Gemeinderat entschieden, weshalb?

Markus Tinner: Als ich hörte, dass sich nur zwei Personen bis zum Ende der Frist gemeldet haben, dachte ich, das kann doch nicht sein. Als ich mich dann gemeldet hatte, wusste ich nicht, dass sich bereits eine weitere Person zur Verfügung stellt. Nun sind es vier Personen, die sich zur Wahl für drei Sitze stellen.

Würden Sie dann beim zweiten Wahlgang am 28. März oder für den vierten Gemeinderatssitz am 13. Juni nochmals antreten?

Das würde ich, ja.

Welche Fähigkeiten haben Sie, die Sie in den Gemeinderat mitbringen würden?

Ich bin selbstständiger Personalberater. Die Kommunikation mit Menschen liegt mir entsprechend nah und ist mir auch sehr wichtig. Ich habe langjährige Führungserfahrung und als ehemaliger Sanitär-Planer weiss ich auch über technische Bereiche Bescheid. Ressorts wie etwa die Werke würden mir also liegen.

Im Vorfeld sind vier Gemeinderatsmitglieder wegen Unstimmigkeiten zurückgetreten. Wie stehen Sie dazu?

Dies hat mich eigentlich eher motiviert zu kandidieren. Es war so schade, dass an der Gemeindeversammlung niemand richtig beispielsweise über die Werke informierte. Ich finde, Märstetten ist eine schöne Gemeinde und sie ist es wert, dass man sich für sie einsetzt.

Was sollten die Märstetter über Sie wissen?

Im Grundsatz kandidiere ich parteilos, bin aber FDP-Sympathisant. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Ich bin 59 Jahre alt und wohne seit fünf Jahren in Märstetten. Ich kenne die Gemeinde aber schon lange, da ich früher in der Musikgesellschaft mitgespielt habe. Ich war musikalisch sehr aktiv als Klarinettist und auch als Dirigent verschiedener Vereine. Jetzt bin ich in keinem Verein mehr, habe deshalb aber auch die Zeit, mich für den Gemeinderat zu engagieren.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Märstetten?

Ich wünsche mir, dass wir wieder positive Schlagzeilen machen und allen zeigen können, dass Märstetten eine «lohnenswerte» Gemeinde mit intaktem Gewerbe und Industrie ist. Schöner Lebensraum in guter Umgebung. Aber es gibt einiges zu tun. Ich würde gerne die Ärmel hochkrempeln und anpacken.

Aufgrund ihrer kurzfristigen Kandidatur sind Sie nicht auf dem Flyer der Interpartei, wie machen Sie für sich Werbung?

Ich habe ebenfalls einen eigenen Flyer gestaltet, den alle Märstetter Haushalte erhalten. Ich beschreibe darin meine Beweggründe und meine Person. Da ich noch nicht so lange in Märstetten wohne, fände ich es schön, wenn sich die interessierten Stimmbürger bei mir melden würden, damit sie mich besser kennen lernen können.