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Am GirlsDay in Berg gilt die Devise: «Mädchen vor, noch ein Tor»

Hier tschutten nur die Mädchen. Bereits zum zweiten Mal fand der GirlsDay des Thurgauer Fussballverbands in Berg statt. Sport, Spass und Teamgeist standen im Fokus. Daneben der Appell: Mädels, auch ihr könnt es schaffen.
Maria Keller
Am 2. GirlsDay in der Mehrzweckhalle Neuwies in Berg trainieren Mädchen unter Anleitung von NLA-Spielerinnen an ihrer Schusstechnik. (Bild: Reto Martin)

Am 2. GirlsDay in der Mehrzweckhalle Neuwies in Berg trainieren Mädchen unter Anleitung von NLA-Spielerinnen an ihrer Schusstechnik. (Bild: Reto Martin)

Fussball gilt noch immer als Männerdomäne. Dies stellt die 24-jährige Karin Bernet fest. Sie spielt in der Nationalliga-A des FC Zürich. Daneben arbeitet sie noch hundert Prozent. An diesem Sonntagmorgen steht sie ausnahmsweise einmal nicht selbst auf dem Spielfeld, sondern fungiert mit anderen Fussballerinnen als Trainerin am zweiten GirlsDay in der Mehrzweckhalle Berg. Hier treffen sich fussballbegeisterte Mädchen der Jahrgänge 2005 bis 2008 auf Einladung des Thurgauer Fussballverbandes (TFV) zum gemeinsamen Spielen. Das Motto: Fussball für alle.

Fragerunde mit der Profispielerin. (Bild: Reto Martin)
Die FCZ-Spielerin erklärt den Mädchen den Parcours. (Bild: Reto Martin)
Ein Mädchen dribbelt durch den Parcours. (Bild: Reto Martin)
Treffsicherheit ist bei dieser Übung gefragt. (Bild: Reto Martin)
Das Runde muss ins Eckige - auch mal horizontal. (Bild: Reto Martin)
Sie Mädchen sind beim Spiel mit viel Ehrgeiz bei der Sache. (Bild: Reto Martin)
Dribbelkünste während der Matches. (Bild: Reto Martin)
Eine perfekte Körperhaltung zeigt dieses Mädchen bei einem Seitfallzieher. (Bild: Reto Martin)
Karin Bernet verfolgt das Training der Mädchen. (Bild: Reto Martin)
David Fall übt mit einem Mädchen den Fallrückzieher. (Bild: Reto Martin)
Intressiert verfolgt die Profispielerin das Training der Mädchen. (Bild: Reto Martin)
Gleichgewichtsübing im Rahmen des GirlsDay. (Bild: Reto Martin)
Durch die Reifen, den Blick stets beim Ball. (Bild: Reto Martin)
Keine Olympischen Ringe, aber ein interessanter Parcours für die Mädchen. (Bild: Reto Martin)
Fragerunde mit den Profispielerinnen des FC Zürich. (Bild: Reto Martin)
15 Bilder

Bilder vom 2. GirlsDay des Thurgauer Fussballverbands in Berg

Patrick Küng, Präsident TFV (Bild: Mario Testa)

Patrick Küng, Präsident TFV (Bild: Mario Testa)

Laut Patrick Küng, Präsident des TFV, steht die Freude am Fussballspielen an diesem Tag an oberster Stelle. Daneben sollen die Mädchen Vorbilder wie Karin Bernet kennen lernen und sehen, dass auch Frauen sehr wohl Trainerinnen und Fussballspielerinnen sein können. Dem TFV sei es ein Anliegen, dass Mädchen im Fussball mehr gefördert werden. «Schön wäre es, vermehrt Mädchen in den Fussballvereinen zu sehen und ihnen den Sport näher zu bringen», sagt Küng.

Abwechslung und Spass statt purer Wettkampf

Für die Mädchen sei es angenehm, auch einmal ohne Jungen trainieren zu können, sagt Silvia Heeb. Sie ist im Verband verantwortlich für den Mädchen- und Frauenfussball und trainiert gemeinsam mit einem Kollegen die FE14-Auswahl des TFV. Heeb sieht innerhalb des Sportes einen grossen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Die Buben würden beim Fussball oft nur den Wettkampf sehen und seien auf den Sieg ausgerichtet.

«Bei den Mädchen zählt meist die Abwechslung. Übungen, die Geduld und Konzentration verlangen, machen ihnen genauso viel Spass.»

Solche Übungen stehen auch an diesem Tag auf dem Programm. Der Morgen beginnt mit einem Parcours. An verschiedenen Stationen üben sich die dreissig Mädchen in der Ballführung, Schnelligkeit oder Treffsicherheit. An einem Posten übt David Fall, technischer Leiter des TFV, mit den Mädchen den Fallrückzieher. Er ist an diesem Morgen der einzige Mann auf dem Spielfeld. Die Mädchen sind ehrgeizig.

Entspannteres Training unter den Kolleginnen

Und wie ist das Training so ganz ohne Buben? «Viel entspannter», meint ihre Kollegin.

«Ich habe weniger Druck, gut sein zu müssen.»

Die Teilnehmerinnen ihrer Gruppe teilen diese Meinung. Dabei gebe es durchaus auch Mädchen, die lieber mit Jungen trainieren, sagt Küng. Es gehe darum, das Gespür für die Bedürfnisse der Mädchen zu kriegen.

Karin Bernet, Spielerin NLAFC Zürich (Bild: Maria Keller)

Karin Bernet, Spielerin NLA
FC Zürich (Bild: Maria Keller)

Nach dem Training, bevor am Nachmittag die Matches beginnen, stellt sich Karin Bernet den Fragen der Mädchen. Wie andere Juniorinnen, die beim Training helfen, war sie einst Schülerin der Thurgauer Sport-Tagesschule in Bürglen. Ob eine Karriere als Fussballspielerin schon immer ihr Traum gewesen sei und wie viele Pokale sie Zuhause habe, wollen die Mädchen wissen. «Habt Spass an der Sache und lernt, euch durchzusetzen», gibt ihnen Bernet mit auf den Weg.

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