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Der Streit um das Haus ohne Fassade ist vorbei: Romanshorner Wohnblock erhält sandfarbenen Ton

Nach mehr als einem Jahr bekommen die Gebäude nahe dem Romanshorner Bahnhof ein neues Erscheinungsbild. Geplant sind Glasfaserbetonplatten im Sockelbereich und Putz auf der restlichen Fassade - beides sandfarben.

Saskia Ellinger
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Seit über einem Jahr hat der Wohnblock in Romanshorn keine Aussenfassade. Das wird sich vermutlich Ende April ändern.

Seit über einem Jahr hat der Wohnblock in Romanshorn keine Aussenfassade. Das wird sich vermutlich Ende April ändern.

Bild: Donato Caspari

Es ist es soweit: Nach über einem Jahr bekommen die Wohn- und Geschäftshäuser in der Nähe des Romanshorner Bahnhofs eine Aussenverkleidung. Der Stadtrat hat einen neuen Vorschlag zur Fassade genehmigt. Der Entscheid ist bereits rechtskräftig, heisst es in einer Mitteilung der Hafenstadt.

Grund für die bauliche Verzögerung war die Beschaffenheit der Fassade. Die ursprünglich von der Bauherrschaft vorgesehenen Alu-Verbundplatten in einem sandigem Farbton entsprachen laut dem Stadtrat nicht dem Ortsbild.

Gebäude erhält sandfarbene Fassade

Neu geplant sind gemäss Marc Pfister, Projektleiter Immobilien der Raiffeisen Pensionskasse, sandfarbene Glasfaserbetonplatten im Sockelbereich. Die Fassade der darüberliegenden Geschosse werde verputzt, ebenfalls in einem sandigen Ton.

«Die Verkleidungsarbeiten werden voraussichtlich Ende April 2021 beginnen und bis in den Herbst dauern.»

Grössere Schäden habe der Bau in der Zeit ohne Fassade keine genommen, sagt Marc Pfister. Lediglich durch den Brand eines Zeitungsbündels an der Aussenwand des Gebäudes seien Beschädigungen entstanden. Ansonsten hätten die soweit fertiggestellten und voll bezogenen Bauten die Zeit ohne Verkleidung gut überstanden. Zu diesem Schluss seien auch die beauftragten Spezialisten gekommen.

Gespräche haben gefruchtet

Zufriedenheit herrscht auf allen Seiten. «Die Bauherrin ist froh, dass sie das Projekt nun abschliessen kann», heisst es in der Mitteilung. Für eine Einigung hätten die Eigentümerin und die Stadt in enger Absprache kooperiert.

Philipp Gemperle, Ressortverantwortlicher Ortsplanung und Baurecht.

Philipp Gemperle, Ressortverantwortlicher Ortsplanung und Baurecht.

Bild: PD

Auch Stadtrat Philipp Gemperle, Ressortverantwortlicher Ortsplanung und Baurecht zeigt sich zufrieden:

«Manchmal dauern Dinge etwas länger, doch haben die ausführlichen Gespräche letztlich gefruchtet.»

Das bewilligte Farb- und Materialkonzept würde sich «gut in das Ortsbild einfügen und den zentralen und sensiblen Standort am Bahnhofsplatz aufwerten». Stadtrat und Eigentümerin können das Kapitel zum Fassadendrama also schliessen.