Löcher in Arboner Ufermauer sind geflickt

Nachdem es an der Seepromenade im Frühling zu Geländeeinbrüchen gekommen ist, wird die Ufermauer jetzt provisorisch repariert. Die Ritzen werden mit einer speziellen Zementmischung gefüllt.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Diogo Sousa und Angel Gonzales (hinten) machen die Arboner Ufermauer wieder dicht. (Bild: Max Eichenberger)

Diogo Sousa und Angel Gonzales (hinten) machen die Arboner Ufermauer wieder dicht. (Bild: Max Eichenberger)

Ihr Job erfordert Standfestigkeit wie Kondition. Der Arbeitsplatz von Diogo Sousa und Angel Gonzales ist die schräge Ufermauer der Arboner Seepromenade. Hier turnen der Portugiese und der Spanier in Diensten der Morant Bautechnik herum wie Alpinisten in der Wand. Nur ist die Fallhöhe geringer: Hinunter gehts höchstens in den See. Der nach wie vor tiefe Wasserstand erst ermöglicht den Arbeitern die Reparatur der löchrigen Mauer. Praktisch auf der ganzen Höhe liegt diese frei.

Schnell trocknendes Bindemittel in die Fugen

Die saisonale und hydrologische Gunst nutzt die Stadt zu einer ersten Teilsanierung. Sie lässt den Uferabschluss äusserlich wieder instandstellen und dicht machen. Dabei werden sämtliche Ritzen und durch physischen Druck wie Wellenschlag entstandene Löcher zwischen den gemauerten Steinen auf einer Länge von gegen 300 Meter gefüllt: mit einer speziellen Zementmischung, die rasch trocknet. Das Bindemittel, das kübelweise jeweils neu gemischt wird, streicht Diogo Sousa mit der Maurerkelle in die offenen Fugen, Angel Gonzales putzt mit dem nassen Schwamm nach und verbindet so den Zement nahtlos mit dem Stein. 2,5 Tonnen haben sie bereits eingearbeitet.

Hinzu haben sie bei einigen Stellen beim Fliegerdenkmalplatz, wo Geländeteile ebenfalls eingebrochen waren, Splitbeton injiziert. Damit soll der Untergrund verfestigt werden. Am Dienstag, so denn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Untergrund stellenweise ausgeschwemmt

Im Frühjahr war es an der Seeuferpromenade zu mehreren Geländeeinbrüchen gekommen. Physikalische (Wellenschlag) und meteorologische Einflüsse (Temperaturschwankungen) haben über Jahrzehnte hin der Ufermauer zugesetzt. Den peitschenden Wellen hatten löchrige und poröse Stellen in der Sandsteinmauer Angriffsfläche geboten. So ist es zu Ausschwemmungen gekommen und haben sich Hohlräume gebildet. Ein umfassendes Sanierungsprojekt wird die Stadt noch aufzugleisen haben.

ARBON: Die Gefahr ist gebannt

Die Stadt hat nach den Geländeeinbrüchen am Seeufer die Löcher im Boden aufgefüllt und die Mauer punktuell verstärkt. Die Kosten für die Sofortmassnahmen belaufen sich auf 110000 Franken.
Markus Schoch

ARBON: Uferpromenade bricht weg

Wind, Wellen, Wasserstand: Die Geländeeinbrüche haben physikalische Ursachen. Feinpartikel sind über Jahre ausgeschwemmt worden. Jetzt wird der Untergrund nach Hohlräumen geröntgt. Die Folgen sind unabsehbar.
Max Eichenberger