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Lieblich, dramatisch und ein Wiegenlied

Hochstehende Blasmusik bot am Sonntag der Musikverein Kradolf-Schönenberg am Konzert im Kirchenzentrum Steinacker.
Erwin Schönenberger
Der Musikverein Kradolf-Schönenberg überzeugt im Kirchenzentrum Steinacker. (Bild: Erwin Schönenberger)

Der Musikverein Kradolf-Schönenberg überzeugt im Kirchenzentrum Steinacker. (Bild: Erwin Schönenberger)

Zwar spielt der Musikverein Kradolf-Schönenberg am Kantonal-Musikfest 2019 als Organisator nicht vor der Jury, aber dennoch bot der Verein unter der engagierten Leitung von Stefan Roth am Konzert vom Sonntag Höchstleistungen der Blasmusik in einer Vielfalt und Qualität, wie man sie selten zu hören bekommt. Mit romantischen, fröhlichen Klängen eröffnete das grosse Orchester sein Konzert mit der «Fanfare, Romance and Finale» von Philip Sparke und führte so das Publikum auf angenehme Weise in die Welt der zeitgenössischen Blasmusik ein. Und auch das tänzerische Stück «Courtly Airs and Dances» bot eine Fülle schöner Klänge, die ausgezeichnet in den kirchlichen Raum passten. Dank der sorgfältigen Interpretation kamen die Zuhörer damit in den Genuss schönster, fröhlicher Blasmusik.

Gefühlvolle Leitung durch Stefan Roth

Fast wie eine Orgel klang danach das Orchester in «Lux Aurumque», einem ergreifenden klanglichen Gedicht von Eric Whitacre. Herrlich hier der schöne dynamische Aufbau, der ein Zeugnis der Leistungsfähigkeit des Orchesters und die gefühlvolle Leitung durch Stefan Roth ablegte.

Ein besonderer Genuss stand dem Publikum mit der herrlichen «Serenade for Wind Band» von Derek Bougeois bevor, einer Komposition, die zuerst für Orgel und dann für Blasorchester geschrieben wurde. Sehr gut kam der tänzerische Charakter des im ungewöhnlichen 11/8-Takt geschriebenen Werks zum Ausdruck. Ja, man war gar versucht, sich die Tanzschritte des gefälligen, lustigen Taktes vorzustellen.

Musikalisch-dramatischer Kampf

Doch beim letzten Stück war es dann zu Ende mit den fröhlichen, eingängigen Klängen. Mit «Angels in the Architecture» von Frank Ticheli präsentierte das Orchester zeitgenössische Blasmusik der Extraklasse.

Der Kampf zwischen guten und bösen Mächten wurde hier auf eine Art ausgefochten, die niemanden ruhig bleiben liess. Und dieses Werk wurde zum grossartigen Höhe- und Schlusspunkt des Konzerts, das an Qualität und Vielfalt nichts zu wünschen übrig liess. Himmel und Hölle trafen hier klanglich aufeinander, eindrücklich musikalisch dargestellt vom Blasorchester in Höchstform.

Doch mit einem solch aufwühlenden Werk konnte man das Publikum nicht in den Abend entlassen. Mit dem bekannten Wiegenlied «Guten Abend, gut’ Nacht» von Johannes Brahms versöhnte Stefan Roth jene Besucher, die vom gebotenen Höhepunkt noch aufgewühlt waren, und entliess die begeisterten Zuhörer in einen ruhigen Abend.

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