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Lengwil: Die Züge warten, während die Bagger tanzen

Die SBB haben die Linie Weinfelden-Kreuzlingen diese Woche vom Gleis auf die Strasse verlegt. Bauarbeiter setzen neue Weichen ein und dichten eine Unterführung ab.
Viviane Vogel
Die Bagger graben parallel die Röhre aus. (Bild: Andrea Stalder)

Die Bagger graben parallel die Röhre aus. (Bild: Andrea Stalder)

In Lengwil wird fleissig gebaut und gegraben. In dieser Woche sollen die Unterführung Industriestrasse neu abgedichtet und beim Bahnhof zwei neue Weichen installiert werden, weshalb in dieser Zeit zwischen Weinfelden und Kreuzlingen keine Züge fahren. «Wir haben es extra so geplant, dass die Abdichtung über den 1. August trocknen kann», erläutert SBB-Oberbauleiter Cédric Oppliger.
Planung braucht es für so ein Projekt allgemein viel. «Für dieses Unterfangen haben wir ungefähr zwei Jahre im Voraus zu planen begonnen.» Denn die gesamte Inbetriebnahme soll pünktlich zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember erfolgen. Das Vorhaben ist penibel durchgedacht, da die SBB sich auf das Datum verlassen können müssen. «Wir haben auch immer wieder diverse Koordinationssitzungen», erzählt Oppliger. «Hier arbeiten viele Firmen zusammen, weshalb wir uns jeweils an einen Tisch setzen müssen, um zu sehen, wer wann wo was erledigen muss.» Die

Anpassung an Fahrplanwechsel

In dieser Woche ist der Bahnverkehr zwischen Weinfelden und Kreuzlingen ganz lahmgelegt. Es verkehren dafür Ersatzbusse. Oppliger informiert: «Nach diesen sieben Tagen kann der ordentliche Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden.» Dann sind nämlich die beiden Weichen in Lengwil verbaut.
Die Kreuzung, die der Interregio und der Thurbo-Zug jeweils in Siegershausen unternommen haben, wird dann ab Fahrplanwechsel im Dezember in Lengwil stattfinden können. «Das hat mit dem Fahrplan zu tun. Je nach Abfahrtszeitpunkt und Geschwindigkeit kreuzen sich die Züge später oder früher», erklärt der Oberbauleiter. Wenn sich der Kreuzungspunkt ändere, sei es effizienter, die Kreuzungen zu verschieben, sodass nicht ein Zug länger auf den anderen warten müsse.

Cédric OppligerOberbauleiter SBB

Cédric Oppliger
Oberbauleiter SBB

«Durch diese Weichenversetzung kann der Halbstundentakt auf dieser Linie eingeführt werden.»

Die Menzi Mucks spiegeln einander

Ursprünglich war die Weichenverlegung der Grund für die Sperrung. «Als wir aber im September bei der Detailplanung alles inspizierten, bemerkten wir, dass die Unterführung undicht war», erzählt Oppliger. Der kleine Tunnel, knapp 300 Meter nordwestlich des Bahnhofs, muss saniert werden. «Man hätte sich ihm sowieso schon in absehbarer Zeit widmen müssen.»
Deshalb entschied man sich, gleich noch die neue Abdichtung zu unternehmen. Dafür muss die Röhre ausgegraben werden. «Damit man beim Graben nicht einstürzt, müssen zwei Menzi Mucks synchron arbeiten.» Das heisst, auf jeder Seite der Röhre wird parallel gebaggert. Macht der eine Bagger eine Bewegung, so muss das auch auf der anderen Seite geschehen. So wird die Belastung auf zwei Punkte verteilt. Oppliger kommentiert: «Die beiden Baggerführer müssen genauestens aufeinander eingespielt sein.»

Was bisher geschah

Die Bauarbeiten am Lengwiler Bahnhof sind im September 2017 losgegangen und werden im Dezember 2018 abgeschlossen sein. Nach den Inspizierungen und anderen Vorbereitungen wurden ein neues Perron erstellt und ein Damm und eine Mauer gebaut. Der Bau der Mauer dauerte rund sechs Monate. «Wir haben sie vor allem gebaut, um die Gewerbezone dahinter gut abgrenzen zu können», sagt Oppliger. Das Ziel sei gewesen, so wenig Platz als möglich wegzunehmen. Zwölf Millionen Franken kostet das Projekt insgesamt.

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