Leider kein verfrühter Novembernebel: Lina Button hatte es schwer gegen das schöne Wetter

Die Thurgauer Singer-/Songwriterin Lina Button trat im Rahmen des «Kulturklub Wanderbühne Egnach» auf.

Christof Lampart
Merken
Drucken
Teilen
Lina Button bei ihrem freitäglichen Auftritt in der Alten Turnhalle in Egnach. (Bild: Christof Lampart)

Lina Button bei ihrem freitäglichen Auftritt in der Alten Turnhalle in Egnach. (Bild: Christof Lampart)

Vor rund 80 Personen drehte die gebürtige Frauenfelderin im Zusammenspiel mit Luca Burkhalter (Keyboard/Gitarre) und Lukas Gasser (Schlagzeug) kräftig emotional «am Rad» – und das vom ersten Song an. Das Konzert widerspiegelte das komplette musikalische Schaffen der Künstlerin, welche von den Ursprüngen bis zum aktuellsten Song – vom komplett solo vorgetragenen «Homesick» bis hin zur aktuellsten Single «Dance Into Freedom» – den ganzen breiten Bogen spannte.

Selbstironisch und unterhaltsam

Und dies tat Lina Button zuweilen durchaus mit einem Augenzwinkern. Dann zum Beispiel, wenn die überaus authentisch wirkende Musikerin zuerst von der künstlerischen Bankrotterklärung der Remix- und Medley-Welle sprach – und dann selbst gleich eines ankündigte: «Heute machen wir zum ersten Mal ein Medley», – und dann es lustvoll zum Besten gab. Die Stimmung in der alten Rietzelg-Turnhalle war von Anfang an gut und steigerte sich im Laufe des Abends sukzessive. Was sicherlich auch daran lag, dass Lina Button auch alle ihre bekannten Lieder wie «Misty Mind», «Take Me Away», «Copy & Paste» oder «Hidden Land» spielte, sodass das Publikum in einem fort bestens unterhalten wurde.

Das Konzert von Lina Button in Egnach hätte mehr Besucher verdient gehabt. (Bild: Christof Lampart)

Das Konzert von Lina Button in Egnach hätte mehr Besucher verdient gehabt. (Bild: Christof Lampart)

Klar hätte das Konzert noch mehr Musikbegeisterte vertragen, war doch die geräumige Turnhalle nur gerade einmal gut zur Hälfte gefüllt. Aber gegen das wunderschöne Spätsommerwetter hatte es selbst eine so brillante Unterhalterin wie Lina Button schwer. Dafür hätte es wohl an diesem Abend einen verfrühten Novembernebel und somit ein echtes «Hidden Land» in Egnach gebraucht.