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Am Ottenberg entsteht ein lauschiger Platz für den Lurch

Pro Natura Thurgau kann oberhalb von Weerswilen drei Lehmtümpel ausheben. Die Laichplätze sollen Frösche anlocken. Das Projekt gehört zu 60 rund um den Bodensee.
Mario Testa
Pro-Natura-Thurgau-Geschäftsführer Markus Bürgisser und Praktikantin Lisa Vaterlaus beim Platz für die Tümpel. (Bild: Mario Testa)

Pro-Natura-Thurgau-Geschäftsführer Markus Bürgisser und Praktikantin Lisa Vaterlaus beim Platz für die Tümpel. (Bild: Mario Testa)

Eine Wohlfühloase mit Pool und Blick in die Berge. Das gibt es bald am Ottenberg – wenn auch nicht für die Menschen, dann aber doch für Amphibien wie Frösche oder Lurche. Pro Natura Thurgau will auf einem Stück Land oberhalb von Weerswilen drei kleine Lehmtümpel ausheben um so Lebensraum für bedrohte Tierarten zu schaffen. «Wir hoffen, dass sich hier Geburtshelferkröten und Gelbbauchunken ansiedeln werden in den Tümpeln», sagt Markus Bürgisser, Geschäftsleiter der Pro Natura Thurgau.

«Vielleicht findet sogar eine Kreuzkröte den Weg hierher.»

Das Baugesuch für die Tümpel lag die vergangenen Wochen im Weinfelder Bauamt auf. Wie es auf Anfrage heisst, sind keine Einsprachen dagegen eingegangen. «Wir werden im Winter mit dem Ausheben der Tümpel beginnen. Ziel ist, dass sie im Frühling parat sind, die frühesten Kröten haben schon im Februar Laichzeit», sagt Praktikantin Lisa Vaterlaus, die das Projekt begleitet.

Austrocknen im Sommer passt ins Konzept

Die drei Tümpel werden gespeist von Regenwasser. «Die Tümpel dürfen auch ruhig austrocknen im Sommer, das macht den Amphibien nichts», sagt sie, und Markus Bürgisser ergänzt:

«Nur allfällige Goldfische würden dann eingehen. Die setzt irgend jemand hier am Ottenberg überall aus.»

Insofern sei ein Austrocknen im sogar erwünscht, denn die Zuchtfische würden den Laich der Frösche fressen und so die ganzen Bemühungen für die gefährdeten Arten zerstören.

Die drei Tümpel entstehen im Rahmen eines Interreg-Projekts. Rund um den Bodensee sollen es bald 60 solche Tümpel sein, die den Amphibien einen vernetzten Lebensraum ermöglich. So können sie von einem Tümpel zum nächsten wandern und sich fortpflanzen.

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