Lanterswil
Feuer frei in «Schusshausen»

500 Teilnehmer wetteiferten am Wochenende bei Teil eins des Jubiläumsschiessens der Schützen Lanterswil-Friltschen um eine Auszeichnung.

Werner Lenzin
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500 Schützen legten am Wochenende in Lanterswil an.

500 Schützen legten am Wochenende in Lanterswil an.

Bild: Ralph Ribi

Die Schützen Lanterswil-Friltschen haben den Umgang mit dem Coronavirus gefunden. Sie sagten zwar den grossen Jubiläumsabend ab, aber am Wochenende fand der erste Teil des Jubiläumsschiessens anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums statt. Die Fortsetzung folgt am kommenden Wochenende.

Heiter, harmonisch und von guten äusseren Bedingungen verwöhnt konnte am Wochenende im kleinen Schiessstand von Lanterswil geschossen werden. «Wir vom OK haben unser Schützendörfli für dieses und nächstes Wochenende in Schusshausen umbenannt», sagt OK-Präsident Erwin Greminger lachend. Im Rahmen der nächstjährigen Bundesfeier vom 31. Juli soll der eigentliche Jubiläumsanlass nachgeholt werden. Greminger sagt:

OK-Chef Erwin Greminger.

OK-Chef Erwin Greminger.

Bild: Werner Lenzin
«Für mich bedeutet der Schiesssport eine Verbindung von Kameradschaft, Geselligkeit, Konzentration und Mut für eine Leistung»,

Greminger ist seit 25 Jahren auch Präsident der Schützengesellschaft Lanterswil-Friltschen. Er blickt zurück: «Wir haben bereits im letzten Herbst 70 Vereine angeschrieben und auf die Schiesszeiten und die Rangeure hingewiesen», sagt er.

Kommunikationschef Stefan Hinder.

Kommunikationschef Stefan Hinder.

Bild: Werner Lenzin

Für ihn und Kommunikationschef Stefan Hinder ist klar: «Wir wollen anders sein, aus Traditionen ausbrechen und ein kleines Fest ohne Aussenstände und nur mit sechs Scheiben auf die Beine stellen, dies mit einer besonderen Liebe fürs Detail.» Beide rühmen den guten Geist und die Kameradschaft ihres 20 Aktiv- und 20 Gelegenheitsschützen zählenden Vereins.

Teilnehmer sind voll des Lobes

Der zweifache Schützenkönig am Thurgauer Kantonalen (2007 und 2013) und Büchsenmacher, Daniel Hollenstein von der SG Bettwiesen, Sohn des einstigen Weltmeisters 1952 mit dem Stutzer August Hollenstein, lobt die wunderschöne Anlage von Lanterswil und das einmalige Ambiente. Er sagt:

Daniel Hollenstein, zweifacher Schützenkönig am Thurgauer Kantonalen.

Daniel Hollenstein, zweifacher Schützenkönig am Thurgauer Kantonalen.

Bild: Werner Lenzin
«Die heute auf den Markt kommende Munition ist top und sorgt für einen hohen Level.»

Für den 74-jährigen Peter Egg aus Kloten ist es nach seiner Augenoperation wichtig, auf eine helle Scheibe schiessen zu können. «Dies war hier in Lanterswil auf dieser optimalen Anlage möglich», sagt der Senior Veteran. Optimal läuft es Rolf Bosshard, dem Gemeindepräsidenten aus Tobel: «Ich bin mit der richtigen mentalen Einstellung nach Lanterswil gekommen und mit meinen erzielten 99 Treffern mehr als zufrieden.»

Geglückte Fusion

6 Bilder

Da der Schiessstand Lanterswil schon vor 25 Jahren über zwei elektronische Scheiben verfügte, entschlossen sich die je 15 Mitglieder der beiden Vereine Friltschen-Weingarten und Stehrenberg-Toos vorausschauend zu einem Zusammenschluss zur Schützengesellschaft Lanterswil-Friltschen. «Man hatte damals den Mut für einen Zusammenschluss und in die Zukunft zu blicken», sagt der langjährige Präsident, der mit viel Herzblut und Energie die Geschicke des Vereins leitet. Trainiert wird wöchentlich am Donnerstagabend. Die Pflege der Kameradschaft steht dabei im Zentrum.

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