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Langrickenbach: Zwei Gemeinderäte sind bereit für den nächsten Schritt

Die Kandidaten für das Gemeindepräsidium von Langrickenbach sowie den Gemeinderat stellten sich am Dienstag dem Publikum. Schwerpunktthemen waren die gemeindeeigene Infrastruktur, die Ortsplanungsrevision und der Verkehr.
Kurt Peter
Denise Neuweiler und Roger Reinhart stellen sich am Podium den Fragen von Moderator Mathias Roth (Mitte). (Bild: Kurt Peter)

Denise Neuweiler und Roger Reinhart stellen sich am Podium den Fragen von Moderator Mathias Roth (Mitte). (Bild: Kurt Peter)

Das Interesse der Bevölkerung ist gross. Der Saal des Restaurants Kreuzstrasse in Zuben war am Dienstagabend voll. Denise Neuweiler und Roger Reinhart kandidieren fürs Gemeindepräsidium von Langrickenbach und stellen sich den Fragen von Mathias Roth. Auch die Kandidaten für den Gemeinderat nehmen am Podium teil. Sowohl Reinhart wie auch Neuweiler sind aktuell Mitglieder des Gemeinderates, beide sehen ihre Mitarbeit in der Exekutive als Motivation für die Kandidatur fürs Präsidium.

«Die grösste Herausforderung der kommenden Jahre liegt sicher in der Sanierung und dem Erhalt der gemeindeeigenen Infrastruktur», meint Reinhart. Als flächenmässig grosse Gemeinde besitze Langrickenbach zahlreiche Strassen und Werkleitungen. Das bedeute grosse Investitionen in der Zukunft. «Der Steuerfuss muss trotzdem auf gleichem Niveau bleiben.» Denise Neuweiler stimmt dem zu, sieht zusätzlich Herausforderungen bei der Digitalisierung in der Verwaltung sowie der Finanzierung der ambulanten Pflege. Beide bezeichnen die Themen auch als finanzpolitische Herausforderung. Und sie sind sich einig, dass «die Gemeinde laut Finanzplan diese Aufgaben bis 2022 ohne Steuererhöhung meistern kann».

Die Gemeinde soll ein Zentrum erhalten

Bei der anstehenden Ortsplanungsrevision sieht Neuweiler keinen grossen Spielraum: «Der Kanton erlaubt uns keine Richtplangebiete mehr.» Von einem «engen Korsett» spricht Reinhart. Für ihn ist eine Zentrumsbildung in Langrickenbach-Herrenhof ein langfristiges Ziel für die nächsten 20 Jahre. «Das ist sicher ein Thema», meint Neuweiler, «aber ich habe auch Respekt vor den Ortsteilen, deren Geschichte und Gemeindeleben.» Im neuen Baureglement sei die vernünftige Nutzung des Baulandes berücksichtigt, meint Reinhart, dies im Sinne der Verdichtung. Die Gemeinde solle aber nicht als Landhändler auftreten, meint er zur Frage von Roth.

Ob es die geplante Oberlandstrasse (OLS) brauche, dabei verweist Neuweiler auf die Zustimmung der Thurgauer Stimmberechtigten. «Langrickenbach hat aber Nein gesagt.» Sie werde für die Oberlandstrasse kämpfen, wenn die Bodensee-Thurtalstrasse gebaut werde. Dann sei die OLS als Umfahrung sinnvoll. Dem stimmt Reinhart zu. Doch mit der aktuellen Streckenführung ist er nicht einverstanden. «Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu.»

Neuweiler bleibt der Behörde sicher erhalten

Für den sechsköpfigen Gemeinderat kandidieren vier Personen, für das Präsidium zwei. Reinhart «will das Präsidium um jeden Preis». Sollte das nicht klappen, sei eine Neuorientierung beim Arbeitgeber möglich, sagt er. Neuweiler würde bei einer Niederlage im Gemeinderat bleiben. «Ich habe grossen Respekt vor dem Amt und der Bevölkerung und werde im Gemeinderat weiterarbeiten», begründet sie.

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