Langrickenbach
Gewitter macht den Betreibern des Maislabyrinths einen Strich durch die Rechnung

Der Gang durch den drei Kilometer langen Irrgarten am Samstag bei Vollmond war wegen der starken Regenfälle nicht möglich. Auch am Sonntag blieb er zu. Es sind weitere von bereits vielen Ausfalltagen.

Inka Grabowsky
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Die Wege sind nass und glitschig.

Die Wege sind nass und glitschig.

Bild: PD

Im Licht des Vollmonds sollten am Samstag wagemutige Romantiker einen Weg durch das Maislabyrinth (Maila) finden. Doch andauernde Gewitter haben das unmöglich gemacht. Der Event wurde abgesagt. «Wir müssen auf Holz klopfen», sagt Marc Azzali, der mit Andreas Beurer das Labyrinth betreibt.

Marc Azzali, einer der beiden Betreiber des Maislabyrinths.

Marc Azzali, einer der beiden Betreiber des Maislabyrinths.

Bild: PD
«Bisher hat immerhin kein Hagel unseren Mais zerschlagen. Aber ansonsten macht das Wetter in diesem Jahr wirklich nicht, was es soll.»

Schon sechsmal hat das Maila-Team nicht wie vorgesehen öffnen können. Zum Vergleich: In der ganzen Saison 2018 waren nur zwei Tage ausgefallen.

Sicherheit der Besucher geht vor

Blick aus der Vogelperspektive auf das Maislabyrinth.

Blick aus der Vogelperspektive auf das Maislabyrinth.

Bild: Reto Martin (4. Juli 2019)

Die Sicherheit ist das Hauptargument, weshalb das Maila bei Regen schliesst. Die Wege sind zu Trampelpfaden verdichtet. Vor dort fliesst das Wasser ins Feld mit den drei Meter hohen Pflanzen ab, aber glitschig ist es schon. Azzali sagt:

«Das ist wie eine Eisbahn, und wir wollen nicht, dass jemand ausrutscht.»

Ausserdem nehmen die Betreiber Rücksicht auf das Land. «Es soll nachher bei uns nicht aussehen wie nach einem Open Air im Schlamm.» Und natürlich geht es den Unternehmern auch um die Finanzen. Zwar ist das Maislabyrinth nur ein Standbein von Azzali und Beurer - eigentlich arbeiten sie in ihrer Kommunikationsagentur Prioma – doch sie haben 35 Mitarbeiter im Stundenlohn angestellt, die sich in Küche, Service und an der Kasse um die Besucher kümmern. Die Fixkosten sind hoch. Erst wenn in der Saison 25'000 Menschen Eintritt gezahlt und die Festwirtschaft genossen haben, rechnet sich der Aufwand. Noch bis 19. September läuft der Betrieb.

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