Langrickenbach
Anbau, Neubau oder gar ein Kinderzentrum? – Die Schule Langrickenbach diskutiert, wie sie den steigenden Schülerzahlen Herr werden will

Ein Container-Provisorium beim Schulhaus Loowisen ist bereits in Planung. Der Kredit soll an der nächsten Schulgemeindeversammlung eingeholt werden. Und da sollen die Bürger auch entscheiden, welchen Weg man langfristig einschlagen soll.

Barbara Hettich
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Der Anbau könnte an das bestehende Schulhaus Loowisen in Herrenhof angehängt werden.

Der Anbau könnte an das bestehende Schulhaus Loowisen in Herrenhof angehängt werden.

(Bild: Barbara Hettich)

«Wir wollen, dass auch ihr eure Ideen und Vorschläge einbringt», sagte Sacha Meyer, der ab kommendem Sommer das Amt des Präsidenten von Mathias Roth in der Primarschulgemeinde Langrickenbach übernimmt. Die aktuelle und die neu gewählte Behörde hatte am vergangenen Freitag und Samstag zu einem Ideen-Austausch-Workshop eingeladen, denn in Langrickenbach steigen die Schülerzahlen, der Schulraum wird knapp.

Sacha MeyerDesignierter Schulpräsident

Sacha Meyer
Designierter Schulpräsident

(Bild: PD)

Kredit für ein Provisorium

An der kommenden Schulgemeindeversammlung am 31. März werden die Stimmberechtigten deshalb über zwei Kredite abstimmen: 190’000 Franken für ein Container-Provisorium für drei Jahre bei der Schulanlage Loowisen und 67’000 Franken für die Verschiebung des Busunterstandes, um den dafür benötigten Platz zu schaffen.

Mittelfristig muss die Schule erweitert werden. Doch wie soll diese Schulraumerweiterung aussehen? Ein Anbau zwischen Schulhaus und Sportplatz? Ein neues Schulhaus auf der anderen Strassenseite? Oder soll die Strasse umgelegt werden, um mehr Platz zu schaffen? Engagiert wurde über die verschiedenen Vor- und Nachteile diskutiert.

Um für das Container-Provisorium Platz zu schaffen, wird der Busunterstand verschoben.

Um für das Container-Provisorium Platz zu schaffen, wird der Busunterstand verschoben.

(Bild: Barbara Hettich)

Ein Anbau wäre die günstigste Variante, und man könnte gleichzeitig das bestehende Schulhaus mit einem Lift barrierefrei erschliessen. Ein Anbau würde allerdings während der Bauphase den Schulbetrieb stören und der Spielplatz ginge verloren. Mit einem Neubau wäre man flexibler und mit einer Strassen-Umlegung an den äusseren Rand der Parzelle jenseits der Strasse hätte man verschiedenste Möglichkeiten, einen Neubau passend in das Gelände zu integrieren. Man könnte dafür sogar den Kindergarten umstossen, wurde unkonventionell nachgedacht. Eine Strassenumlegung würde rund 650’000 Franken kosten, wäre so oder so sinnvoll, waren sich die Teilnehmenden einig. Dies würde den Verkehr verlangsamen und das Schulareal arrondieren. Genügend Parkplätze müssten eingeplant werden, forderte ein Teilnehmer.

Neue Aufteilung zwischen Herrenhof und Eggethof

Am Workshop wurde zudem über die Vision eines Kinderzentrums diskutiert. Die Idee wäre, alle Schulkinder im Schulhaus Loowisen zu unterrichten, den Kindergarten hingegen im Schulhaus Eggethof unterzubringen. Nebst der Spielgruppe, die sich dort bereits etabliert hatte, könnte man bei Bedarf dort auch Platz für eine Randzeitenbetreuung und einen Mittagstisch schaffen. In die marode Turnhalle in Eggethof sollte nicht investiert werden, äusserten sich kritische Stimmen.

«Die Auswertung des Workshops werden wir auf der Website der Schule veröffentlichen», dankte Schulpräsident Mathias Roth abschliessend für das engagierte Mitdenken. Welche Variante die Behörde weiter verfolgen soll, wird der Souverän an der Gemeindeversammlung mittels Konsultativ-Abstimmung entscheiden.