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Ladensterben in Romanshorn geht weiter: Milena Kosorok schliesst ihren Stoffladen nach 40 Jahren

Fast 40 Jahre lang führte Milena Kosorok ihren Stoffladen an der Bahnhofstrasse. Nun schliesst sie das Geschäft per Ende Juli
Pascal Moser
Das Ende einer Ära - Milena Kosorok schliesst ihren Stoffladen in Romanshorn. (Bild: Donato Caspari)

Das Ende einer Ära - Milena Kosorok schliesst ihren Stoffladen in Romanshorn. (Bild: Donato Caspari)

«Es gab nie schlechte Begegnungen oder Streit» , sagt Milena Kosorok. Ihr Stoffladen an der Bahnhofstrasse in Romanshorn befindet sich im Totalausverkauf. Sie beendet ihre langjährige Geschäftsführung per Ende Juli. «Es war immer mein Beruf und mein Hobby», sagt Milena Kosorok. Nun sei es Zeit, den Ruhestand zu geniessen.

Nähbegeisterte unterrichtet

Aufgewachsen ist sie in Slowenien, wo sie ihre Ausbildung und Meisterprüfung zur Schneiderin gemacht hat. 1962 ist sie dann nach Amriswil gezogen. Hier arbeitete sie in einer Damenkonfektionsfirma als Direktrice, bevor sie schliesslich ihr eigenes Geschäft in Romanshorn eröffnete. In diesem konnte man allerlei Stoffe aus verschiedensten Textilien kaufen und Nähmaschinen aller Marken reparieren lassen.Nun schliesst sie den Stoffladen Kosorok und blickt zurück auf erfolgreiche und glückliche Jahre.

«Menschen zu fördern, machte mir grosse Freude»

Milena Kosorok betrieb nicht nur ihren Laden, sie unterrichtete auch Nähbegeisterte. «Ich hatte in der Regel drei Kurse pro Woche, diese waren immer gut besucht», sagt sie. Die Teilnehmer kamen danach oft noch ins Geschäft, um einzukaufen. Das sei mit ein Grund für den Erfolg ihres Ladens gewesen. «Ich hatte Stammkunden und konnte wirklich sehr begabte Menschen fördern, was mir grosse Freude gemacht hat.»

Zukunft der Räume unklar

Milena Kosorok ist dankbar dafür, dass sie die Möglichkeit hatte über Jahrzehnte ihr eigenes Geschäft zu führen. Der Laden sei wirtschaftlich immer stabil dagestanden. «In der Schweiz bekommt man mit einer guten Ausbildung wirklich alles, was man braucht», sagt Milena Kosorok. Man müsse dafür nur arbeiten. Und das tat sie auch nach Erreichen des Pensionsalters über Jahre hinweg.

Wie die Räumlichkeiten in Zukunft genutzt werden steht in den Sternen. Es meldeten sich in den vergangenen Wochen aber viele interessierte Käufer. Milena Kosorok beschäftigt sich nun mit dem Ausverkauf in ihrem Stoffladen. Deshalb ist der Laden zurzeit auch vormittags geöffnet.

Ladensterben in Romanshorn

Die Schliessung des Geschäfts wirft die Frage auf, wie es mit der Räumlichkeit weitergeht. In den letzten Monaten schlossen in Romanshorn einige Läden: Unter anderem Thiele Optik, die Papeterie Markwalder oder die Konditorei Köppel. Doch es gibt auch Lebenszeichen: So stellt Isabella Colella von Beauty & Nails in der Alleestrasse ihre Schaufenster Ruth E. Maag von Ellie’s Vintage Möbel und home maker zur Verfügung. Und in den seit zwei Jahren leer stehenden Räumlichkeiten der des ehemaligen Schuhgeschäftes Haberer öffnet ein Nagelstudio.

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