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Kuhfladen-Roulette an der Wega: Das Warten auf den Schiss

Wer an der Wega etwas erleben will, muss warten. Ein Erlebnisbericht von der 67. Thurgauer Messe.
Dinah Hauser
Zum ersten Mal an der Wega: Kuhfladen-Roulette. Die Kuh Ilena hat zuerst geschissen.

Zum ersten Mal an der Wega: Kuhfladen-Roulette. Die Kuh Ilena hat zuerst geschissen.

Immer dieses Warten. Im Lunapark, an den Essensständen, beim Wega-Bähnli – immer dieses Warten. Wer an der Wega einen erlebnisreichen Tag verbringen will, der muss sich auch in Geduld üben. Hier warten die Besucher sogar darauf, bis eine Kuh auf die Strasse scheisst. Doch bis die Geschichte vom Warten ein Ende hat, muss eben noch gewartet werden – und zwar zuerst auf das Wega-Bähnli.

«Ich wür gern eimol fahre», sagt ein Mädchen und legt den Zweifränkler aufs Tresen. Dafür kriegt sie einen kleinen grünen Zettel. Man solle doch bei der Kreuzung warten, heisst es. Einige Kinder werden langsam ungeduldig. «Klingling» tönt es plötzlich. Das blau-schwarze Zugfahrzeug ist in Sicht. Sofort bildet sich eine Menschentraube um die Anhänger mit Bänkli. Die Fahrt kann losgehen.

Mit dem Wega-Bähnli durch die Messe

Der Fahrer startet den Motor und es steigt Abgasgeruch in die Nase. Dann ein Ruck und es geht los. «Bis spöter», ruft ein Kind der Mutter zu. Sie wartet nun, bis es wieder zurück ist.

Der Fahrer zieht an einer Schnur: «Klingling» tönt es von der metallenen Glocke. Denn: auch das Wega-Bähnli bleibt nicht vom Warten verschont. Fussgänger springen aus dem Weg – endlich ist der Weg frei. Vorläufig. Es riecht nach Bratwurst. Nach dem Getümmel in den Gassen geht es weiter auf die offene Strasse. Endlich kein Warten mehr. Der Fahrtwind bläst einem Mitfahrer fast den Hut vom Kopf. Etwas Abkühlung am warmen Wega-Nachmittag.

Ein letztes Mal noch schlängelt sich das blaue Bähnli durch die Besuchermassen, bevor es beim Wega-Tower anhält. Der Motorenlärm verklingt. Die Ankommenden machen Platz für die Wartenden.

Wer muss zuerst?

Derweil fordert Hans Stettler Besucher in der Bauernhofarena auf, beim ersten Kuhfladen-Roulette ihr Glück zu versuchen. Hier erreicht das Warten seinen Höhepunkt: Welche Kuh scheisst zuerst? Die braune oder die schwarze? Wie beim Roulette können wettbegierigen Zuschauer auf eine Zahl, oder hier, auf eine Kuh setzen. Nun betreten die Kühe Jasmin und Ilena die Arena. Die Klauen klackern wie High Heels auf dem Asphalt. Ilena will nicht so recht. Sie muht. Vielleicht hat sie den Anschiss?

Ein Blick auf die Uhr: Schon 15 Minuten sind vergangen. Doch jetzt – ein Kind zeigt auf Ilenas Hinterteil. Tatsächlich. Sie hebt den Schwanz leicht an. Eine braun-grüne Masse fällt mit einem platschenden Geräusch zu Boden. Ein Jubel. Ilena hat zuerst geschissen. Das Warten hat ein Ende: Die Alpenpizza ist ausgeliefert. Ein lauer Wind trägt einen markanten Duft herüber. Der Kuhfladen muss auch noch warten, bis er aufgeputzt wird. Zurück bleibt ein dunkler, nasser Fleck. Wie lange er wohl warten muss, bis er trocknet?

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