Kritiker der Sanierung des evangelischen Kirchgemeindehauses in Güttingen machen ernst

Zur Kirchgemeindeversammlung von evangelisch Güttingen ist ein Rekurs eingegangen.

Martina Eggenberger
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Zankapfel: Das evangelische Kirchgemeindehaus in Güttingen.

Zankapfel: Das evangelische Kirchgemeindehaus in Güttingen.

Bild: Reto Martin

Das Projekt für die Sanierung des evangelischen Kirch­gemeindehauses ist blockiert. Gegen die Entscheide der Versammlung vom 11. August wurde das Rechtsmittel ergriffen. Johanna Frederick, bekennende Kritikerin, sagt auf Anfrage, dass sie zusammen mit weiteren Kirchbürgern Rekurs eingereicht hat.

Die Sanierung des Kirchgemeindehauses war an der besagten Versammlung erneut thematisiert worden. Der eigentliche Kredit von 450'000 Franken war zwar ursprünglich bereits im April vor einem Jahr genehmigt worden. Heuer ging es nun um die Präsentation des Projekts, praktisch zeitgleich mit der öffentlichen Auflage des Baugesuchs.

Kirchenvorsteherschaft zur Stellungnahme aufgefordert

Ernst Ritzi, Aktuar des Evangelischen Kirchenrates des Kantons Thurgau, bestätigt auf Anfrage den Eingang des Rekurses. Wie in einem solchen Fall üblich, habe man die Kirchenvorsteherschaft zu einer Stellungnahme aufgefordert. Auch das Protokoll der Versammlung werde als Grundlage für einen Entscheid beigezogen. Was genau von den Rekurrenten angefochten wird, ist nicht ganz klar. Abgestimmt wurde über einen Antrag einer Projektgegnerin, den Kredit erneut vors Volk zu bringen. Der Antrag scheiterte bekanntlich klar.

Ruedi Schum, Vizepräsident der evangelischen Kirchgemeinde Güttingen.

Ruedi Schum, Vizepräsident der evangelischen Kirchgemeinde Güttingen.

Bild: PD

Der Vizepräsident der Kirche, Ruedi Schum, reagiert gefasst auf den Rekurs. Es sei auch eine Einsprache auf die öffentliche Auflage des Baugesuchs eingegangen, erklärt er. Im Idealfall könne die Situation dennoch bis zum Winter geklärt werden und der Baustart dann erfolgen. Schum betont, dass sich die grosse Mehrheit der Kirchbürger und auch der Vorsteherschaft zweimal für die Sanierung des Untergeschosses ausgesprochen hätten.

In der Zwischenzeit sammelt Johanna Frederick weiter Unterschriften für eine ausserordentliche Versammlung zur Neubeurteilung der Lage. Dafür hat sie noch bis Mitte Oktober Zeit. Es sehe nicht schlecht aus.
Martina Eggenberger

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