Die höchste Weinfelderin will Kritiker aus dem Busch locken

Die Weinfelder Gemeindeparlamentspräsidentin Elsi Bärlocher hat sich vorgenommen, viermal in ihrem Amtsjahr eine offene Gesprächsrunde durchzuführen. Die zweite Ausgabe folgt am Donnerstagabend.

Sabrina Bächi
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Elsi Bärlocher, Präsidentin des Weinfelder Gemeindeparlaments, lädt die Bevölkerung zum offenen Gespräch ein. (Bild: Andrea Stalder)

Elsi Bärlocher, Präsidentin des Weinfelder Gemeindeparlaments, lädt die Bevölkerung zum offenen Gespräch ein. (Bild: Andrea Stalder)

Elsi Bärlocher, weshalb sind Sie auf die Idee gekommen, eine Gesprächsrunde durchzuführen?

Ich höre immer wieder Kritik von verschiedenen Personen. Wenn ich nachhake, ob sie ihre Bedenken gemeldet haben, lautet die Antwort meist Nein. Die Schwelle ist offenbar für viele zu hoch, auf die Gemeinde zu gehen und die Kritik anzubringen. Andererseits gibt es auch Personen, die das Gefühl haben, sie würden nicht angehört. Dem will ich mit einem offenen Gespräch Abhilfe schaffen.

Wie ist der Anlass organisiert?

Ich nehme konkrete Fragen auf, leite diese weiter und koordiniere dann die Antworten der Gemeinde. Unter Umständen ist die zuständige Person gleich vor Ort und kann Stellung nehmen dazu.

Mit wie vielen Personen rechnen Sie am Donnerstagabend?

Das weiss ich nicht. Ich wollte es unverbindlich halten, deshalb gibt es keine Anmeldepflicht. Aber der Raum in der Brauerei ist bestimmt gross genug. Das erste Mal kamen zwölf Personen, ich hoffe diesmal auf mehr Publikum. Auch Parlamentarier oder Gemeinderäte werden vor Ort sein. Wer, weiss ich auch nicht. Es ist auch für sie freiwillig.

Was erhoffen Sie sich von diesem Abend?

Es soll ein organisiertes Zuhören sein. Ich hoffe, die Stimmung der Bevölkerung raus zu spüren, Kritiker aus dem Busch zu locken, aber auch Gutes zu hören. Es soll eine offene Basis sein, um Dinge, die einem Beschäftigen zu deponieren und sein Unbehagen zu äussern.